Digitalkamera auf einem Chip
Fotografieren und digitalisieren in einem Schritt

len DÜSSELDORF. 10 000 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von einer Milliarde Pixel: Diese Geschwindigkeit und Schärfe soll schon bald neuer Standard in der Fotografie werden. Wie die Universität Stanford in Kalifornien mitteilt, sei es ihren Forschern gelungen, schnell wie der Blitz Bilder zu schießen. Im Vergleich dazu ist die herkömmliche Digitaltechnologie beim Fotografieren mit derzeit 30 Bildern pro Sekunde bescheiden.

Möglich wird dieser Quantensprung in der Digitalfotografie durch innovative Neuerungen: Statt bisher die einzelnen Schritte des Fotografierens in verschiedenen Chips nachzubilden, arbeiten die Stanford-Forscher an der Fusion aus Kamera und Computerchip. "Unser Ziel ist es, Erfassung, Digitalisierung, Speicherung und Entwicklung auf einem einzelnen Chip zu vereinen", so Professor Abbas El Gamal, Leiter des Projektes.

Gängige Technik der meisten derzeitigen Digitalkameras ist der so genannte CCD-Sensor. Dabei wird die Aufnahme in Pixeln erfasst, per serieller Schnittstelle weitergeleitet und dann als Digitalbild komprimiert und gespeichert. Gamal: "Wird nur ein Bruchteil einer Sekunde zu spät oder zu früh erfasst, ist das Bild falsch belichtet." Damit soll nun Schluss sein: Die Stanford-Forscher haben einen einzelnen Chip entwickelt, der ohne jede Zeitverzögerung arbeitet und die ideale Belichtung berücksichtigt.

Ein Vorläufer der jetzt vorgestellten Technologie wurde bereits von der Nasa bei ihrer Marsmission Polar Lander erfolgreich eingesetzt. Canon, Hewlett-Packard und Eastman Kodak fanden die Leistungen der Chip-Kamera dabei so gelungen, dass sie Gamals Forschungen seitdem fördern.

Die Entdeckungen der Stanford-Forscher könnten dem Geschäft mit Digitalfotografie weiteren Auftrieb geben: Nach Angaben des Bundesverbandes des Deutschen Foto-Fachhandels sind heute bereits jede zweite Kamera sowie drei von vier Videorecordern mit Digital-Technologie ausgestattet.

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