Digitalkamera machts möglich
Handys für Laien-Spione

Es ist schon allerhand, was man Mobiltelefonen mit Digitalkamera so zutraut: Die Bedürfnisse von Voyeuren sollen sie befriedigen können, die in Schwimmbädern und Fitness-Centern heimlich Schnappschüsse aufnehmen.

Und auch Spionage sollen die neuen Geräte - im Fachjargon MMS-Handys genannt - möglich machen. Als eines der ersten Unternehmen hat der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung, der selbst Kamera-Handys herstellt, in den Sicherheitsbereichen seiner Werke die Benutzung solcher Mobiltelefone verboten. Die Geräte dürfen von Mitarbeitern und Gästen zwar mitgeführt werden, die Linse der Kamera muss aber mit einem Sicherheitsaufkleber abgedeckt werden.

Offenbar ist Samsung seiner Zeit schlicht voraus - ebenso wie all diejenigen, die ein Verbot für Kamera-Handys in Schwimmbädern fordern. Denn bisher gibt es weder Anzeigen noch Beschwerden über Spionage oder Voyeurismus mit Hilfe der MMS-Mobiltelefone.

Kein Wunder: Mit den bisherigen Geräten ist all das nur in eher groben Zügen möglich. Details sind auf den Fotos nur mit viel Phantasie erkennbar. Denn mit den Minikameras à la James Bond können es die Geräte noch nicht aufnehmen. Aber Samsung will offenbar vorbeugen.

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