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Dihk für Konjunktur optimistisch - aber Mittelstand kaum beflügelt

(dpa-AFX) Berlin - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (Dihk) hält an seiner Wachstumsschätzung für Jahr 2004 fest: Ein Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts Deutschlands von bis zu zwei Prozent ist in diesem Jahr möglich. Dies sagte Dihk-Chefvolkswirt Axel Nitschke am Freitag in Berlin bei der Präsentation des Mittelstandsreports 2004.

(dpa-AFX) Berlin - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (Dihk) hält an seiner Wachstumsschätzung für Jahr 2004 fest: Ein Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts Deutschlands von bis zu zwei Prozent ist in diesem Jahr möglich. Dies sagte Dihk-Chefvolkswirt Axel Nitschke am Freitag in Berlin bei der Präsentation des Mittelstandsreports 2004.

Für das erste Halbjahr 2004 gehe er von einem Wachstum von 1,7 Prozent aus. Im zweiten Halbjahr dürfte die Zuwachsrate "die Zwei- Prozent-Marke überspringen". An dieser fast ausschließlich vom Export gestützten Belebung hätten kleine und mittlere Firmen aber zum großen Teil "nur unterproportional" teil. Für den Export erwartet Nitschke gegen Jahresende nachlassenden Schub.

Stellenabbau Noch Nicht Gestoppt Aber Verlangsamt

Das "insgesamt enttäuschende Ergebnis" der Umfrageauswertung bei 20.000 Firmen gelte aber nicht für alle Mittelständler. Immerhin 19 Prozent der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als gut ein, 26 Prozent gehen zumindest von einer Besserung im weiteren Jahresverlauf aus. Der Stellenabbau ist laut Umfrage aber noch nicht gestoppt, hat sich aber verlangsamt. Damit könnten sie keinen Beitrag zur Entspannung der Lage am Arbeitsmarkt leisten.

Auch bei den Investitionen neigten die kleinen und mittleren Firmen "eher zur Zurückhaltung". Die Großen hätten dagegen ihre Pläne "nach oben" korrigiert. Die schwierige Situation vieler mittelständischer Betriebe führt Nitschke auf deren starke Fixierung auf den weiterhin flauen Binnenmarkt zurück. Die gedämpften Absatzaussichten beeinträchtigten diese Unternehmen auch bei ihren Kreditverhandlungen mit Banken und Sparkassen.

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (Bvmw) sieht in den Ergebnissen der Umfrage ein "Warnsignal". Die bedrohliche Situation in Deutschland werde durch die nach wie vor guten Ergebnisse der Exportwirtschaft "kaschiert". Im Gegensatz zu international agierenden Konzernen sei der Mittelstand viel stärker von den heimischen Standortbedingungen abhängig. "Wir arbeiten im internationalen Vergleich einfach zu wenig", sagte dazu Michael Müller vom Bvmw.

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