Archiv
DIHT-Studie: Unternehmen wollen in E-Business investieren

Mehr als die Hälfte deutscher Unternehmen will im nächsten Jahr mehr Geld für Informationstechnik und Internet ausgeben. Top-Priorität haben Investitionen in die eigene Homepage und Business-to-Business-Anwendungen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des DIHT und der Mediamit GmbH.

DÜSSELDORF. "Der erste Schritt in den elektronischen Geschäftsverkehr ist bei vielen Unternehmen schon gemacht", sagte DIHT-Präsident Hans Peter Stihl in Berlin. Drei von fünf Unternehmen seien schon im Internet präsent, allerdings hätten nur wenige Unternehmen für ihre Wertschöpfungskette - von der Beschaffung bis zum Verkauf - die Möglichkeiten des Internets ausgenutzt. Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Daher hat die IHK-Organisation das Jahr 2001 unter das Leitthema "Jahr des E-Business" gestellt. Die Umfrage unter mehr als 22 000 Unternehmen zeigt, dass tatsächlich starker Handlungsbedarf besteht.

Denn offenbar sind die Unsicherheiten noch groß. Eine ganze Reihe von Hürden hält laut Studie viele Unternehmen davon ab, deutlich mehr in IT-Anwendungen zu investieren. Wichtigster Grund ist für 49 % der Befragten die Kaufzurückhaltung in Deutschland. Immerhin 36 % beklagen die hohen Kosten für Hard- und Software. Weitere Hemmnisse seien fehlende Sicherheitsaspekte sowie der IT-Personalmangel.

Dennoch wollen die Unternehmen ihr E-Business-Engagement in 2001 stark ausbauen. 19 % der Firmen möchten in B2B-Anwendungen investieren, die gleiche Zahl will das Internet für den Kundenservice nutzen. Dabei liegen größere Unternehmen deutlich über den Mittelwerten. Zurückhaltender sind die Firmen dagegen im Business-to-Consumer-Bereich. Hier liegt der Mittelwert bei nur 13 %. Die Führungsrolle übernehmen die Dienstleistungs- und Handelsbranche mit 17 bzw. 15 %.

Die DIHT-Studie dokumentiert, dass sich Investitionen in IT-Anwendungen lohnen. Stihl: "Unternehmen, die sich für IT-Anwendungen geöffnet haben oder im kommenden Jahr öffnen, verfügen über deutlich bessere Prognosen." Das gelte sowohl betriebswirtschaftlich als auch volkswirtschaftlich. Unternehmen mit besseren Geschäftserwartungen für 2001 planen laut Umfrage zu 63 % Investitionen in eine oder mehrere IT-Anwendungen. Dabei wollen 44 % das Internet stärken. Es folgen Kundenservice (26 %) und B2B (25 %), das heißt die verstärkte elektronische Abwicklung von Kundenkontakten und Kundenpflege mit Geschäftspartnern.

Wie Stihl weiter mitteilte, seien die jetzigen und die geplanten IT-Ausstattungen stark abhängig von Branche, Unternehmensgröße und Region. Vor allem Handelsunternehmen und die Bauwirtschaft, kleinere Betriebe sowie die Unternehmen im östlichen Deutschland müssten aufpassen, dass sie den Anschluss an das E-Business nicht verpassten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%