Diplomaten eingetroffen
Afghanistan: Inhaftierten wird der Prozess gemacht

Die Taliban werden die vier Deutschen, zwei Australier und zwei US-Bürger wegen angeblicher christlicher Missionierung vor Gericht stellen.

dpa ISLAMABAD. "Ich kann nicht sagen, wie die Strafe ausfällt. Das ist die Aufgabe des Gerichts", sagte der Taliban-Außenminister Wakil Ahmad Mutawakil am Dienstag in Kabul. Das berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP.

Talibananführer Mullah Mohammad Omar hatte im Juni angeordnet, dass Ausländer, die eine andere Religion als den Islam predigen, mit drei bis zehn Tagen Gefängnis bestraft werden. Den 16 afghanischen Mitarbeitern der deutschen Hilfsorganisation "Shelter Now" droht dagegen die Todesstrafe.

Diplomaten aus Deutschland, den USA und Australien reisten am Dienstag nach Afghanistan, um die Freilassung der Shelter-Mitarbeiter zu fordern. Sie dürfen die Gefangenen vorerst nicht besuchen. Das sei erst möglich, wenn die Ermittlungen abgeschlossen seien, hatte das Taliban-Regime mitgeteilt.

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