Diplomatische Kanäle offen halten
Keine Fortschritte bei Gesprächen zwischen China und USA

Ohne erkennbare Fortschritte haben China und die USA ihre Gespräche über den Luftzwischenfall am Donnerstag in Peking beendet. Beide Seiten vereinbarten lediglich, über diplomatische Kanäle einen neuen Termin für eine Fortsetzung der Verhandlungen zu finden, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Zhang Qiyue. Beide Seiten gaben unterschiedliche Einschätzungen über den Verlauf.

dpa PEKING. Der Leiter der US-Delegation, Peter Verga, sagte: "Wir haben alle Punkte auf dem Programm abgedeckt, und ich fand die heutige Sitzung sehr produktiv." Noch am Morgen hatten die USA angesichts mangelnder Fortschritte am Vortag mit einem Abbruch gedroht. Doch dann zeigte sich China bereit, über die Rückgabe des Flugzeugs zu sprechen. Daraufhin kehrte die US-Delegation an den Verhandlungstisch zurück.

Die chinesische Sprecherin nannte die Gespräche lediglich "sehr offen und förderlich für das gegenseitige Verständnis". Sie wiederholte Chinas Vorwürfe und Forderungen und wollte kaum bestätigen, dass über die Rückgabe des Flugzeugs gesprochen worden sei. Vielmehr betonte sie, die Untersuchung sei nicht abgeschlossen. Was mit dem Flugzeug passiere, hänge von den Ergebnissen ab.

Die USA trügen die volle Verantwortung und sollten ihre Aufklärungsflüge einstellen. Ob Schaden für die Beziehungen vermieden werden könne, "hängt davon ab, ob die amerikanische Seite eine positive Antwort auf die chinesischen Forderungen gibt", sagte die Sprecherin. Sie zitierte den Leiter der US-Delegation Verga, der die Verantwortung bestritten habe und das Recht der USA unterstrichen habe, die Aufklärungsflüge fortzusetzen.

Sie beklagte, die Flüge seien in jüngster Zeit häufiger geworden. Auch warf sie den amerikanischen Maschinen "sehr gefährliche und aggressive Manöver" vor. Sie machte deutlich, dass es ohne eine angemessene Antwort auf Chinas Forderungen schwer werde, andere Fragen zu lösen. Die "grundlegende Ursache" des Zwischenfalls seien die Aufklärungsflüge der Amerikaner nahe Chinas territorialer Gewässer.

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