Direktbroker will nach Verlusten 2002 wieder in Gewinnzone
Consors-Chef schließt strategische Allianzen nicht aus

Der Internet-Wertpapierhändler Consors wird das Geschäftsjahr voraussichtlich mit Verlusten abschließen. Das Unternehmen erwarte wegen des schwachen Börsenumfeldes auch im zweiten Halbjahr rote Zahlen, bestätigte eine Sprecherin der am Neuen Markt notierten Consors Discount AG, -Broker am Sonntag einen entsprechenden Bericht der "Welt am Sonntag".

dpa NüRNBERG. Nach Gewinnen im Vorjahr hatte der Verlust nach Steuern im ersten Quartal bei 15,6 Mill. Euro (30,5 Mill. DM) gelegen. Die Zahlen für das zweite Quartal will Consors am Dienstag in Nürnberg bekannt geben.

Zur Konsolidierung schloss Vorstandschef Karl Matthäus Schmidt strategische Allianzen mit den beiden Konkurrenten Direkt Anlage Bank und Comdirect-Bank am deutschen Markt nicht aus. "Größere Einheiten unter den drei Mitbewerbern hätten durchaus ihren betriebswirtschaftlichen Reiz. Aber die Hürden sind immens hoch", sagte Schmidt. Ob er an Kooperationen, Übernahmen oder Fusionen denke, ließ Schmidt offen. Er gehe davon aus, dass mindestens einer der Mitbewerber kurz vor einer Reintegration ins Mutterhaus steht, ergänzte er.

Für das kommende Jahr werde ein leicht positives Ergebnis angestrebt. "Wir haben in 2000 mit einem positiven Ergebnis gezeigt, was wir wirklich leisten können und das ist unser Maßstab", sagte Schmidt der "Welt am Sonntag". Die Zahl der Mitarbeiter wurde nach seinen Worten in Deutschland von 1 160 auf 1 030 zurückgeschraubt. Bis zum Jahresende sollten durch Fluktuation weitere Stellen abgebaut werden. Ein Verkauf seiner Bank steht für Schmidt nicht zur Debatte. Zur Lage bei der Investmentbank Consors Capital sagte Schmidt, der Bereich müsse in spätestens zwei Jahren in der Gewinnzone sein. Bisher laufe hier trotz des schwachen Börsenumfelds alles nach Plan.

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