Direktor der Landesmedienanstalt mahnt zu mehr Rücksicht auf Bedürfnisse der Menschen
Das Gackern in der Multimedia-Welt

HB KÖLN. Der Direktor der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen, Norbert Schneider, hat davor gewarnt, die Menschen mit neuer Technologie nicht zu überfordern. "Noch immer macht vieles den Eindruck, als sei es von Technikern für Techniker", sagte Schneider zur Eröffnung des Medienforums am Sonntag Abend in Köln. Noch sei nicht abzusehen, welche Angebote tatsächlich mit Akzeptanz rechnen könnten. Viele Unternehmen hätten sich darauf verlegt, mit immer neuen Meldungen um Aufmerksamkeit zu heischen. Früher habe es noch als unschicklich gegolten, zu gackern, bevor das Ei gelegt worden sei, sagte Schneider und fügte hinzu: "In der Multimedia-Welt glauben manche, es reiche schon, zu gackern."



Zudem riet Schneider der Industrie, stärker auf die Folgen ihrer Entwicklungen zu achten. Auch Sicherheit im Internet müsse ein Thema sein. Mit Blick auf die jüngsten Virus-Attacken fragte Schneider: "Wie sicher ist ein System, das ein liebeskranker Schüler funktionsuntüchtig machen kann?"
Schneider beklagte, Schulen und andere Bildungseinrichtungen hätten noch immer nicht angemessen auf die neuen Herausforderungen reagiert. Von einem Ruck könne keine Rede sein, ein Bildungsgipfel sei nicht in Sicht.
Beim Medienforum im Vorjahr hatte Ministerpräsident Wolfgang Clement angekündigt, das bevölkerungsreichste Bundesland werde dem Thema Bildungskompetenz höchste Priorität einräumen.

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