Discount-Broker pocht auf Selbstständigkeit
Consors schreibt rote Zahlen

Der Nürnberger Discount-Broker Consors ist wegen der schwachen Börsenentwicklung im ersten Quartal 2001 in die roten Zahlen gerutscht.

HB FRANKFURT/M. Der Nürnberger Discount-Broker Consors AG wird seinen Aktionären am Dienstag voraussichtlich keine erfreulichen Zahlen für das erste Quartal präsentieren können. "Das erste Quartal war nicht gut", der schlechte Trend des Jahresendes 2000 habe sich fortgesetzt, sagte Consors-Vorstandssprecher Karl Matthäus Schmidt in einem Interview mit dem Handelsblatt. In der Konsequenz würden etwa 100 befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Von Überlegungen, die Abwicklung der Transaktionen aus dem Unternehmen auszukoppeln, sei Consors jedoch abgekommen, betonte Schmidt. Die Gefahr eines Qualitätsverlustes sei zu hoch.

Die Consors-Aktie, die nach einer langen Talfahrt seit Mitte März auf Grund von Übernahmegerüchten wieder gestiegen war, gab im Vorfeld der Quartalszahlen zum Wochenschluss weiter nach. Aktuell notiert das Papier bei knapp über 29 Euro.

Den Übernahmegerüchten erteilten Karl Matthäus und sein Vater Karl Gerhard Schmidt, Consors-Aufsichtsratschef und Mehrheitsaktionär, erneut eine klare Absage. Trotz zahlreicher Anfragen würden entgegen anders lautenden Meldungen keine Verkaufsverhandlungen geführt, betonte das Duo. Zuletzt war immer wieder die Allianz als Interessent ins Gespräch gebracht worden, deren Vorstand Paul Achleitner einen Sitz im Aufsichtsrat der Nürnberger hat.

Handelsblatt-Interview: "Das erste Quartal war nicht gut"

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