Discount-Zertifikate Plus
Bonus und Discount in einem Produkt

Kapitalschutz und Renditechance in einem Produkt: Discount-Zertifikate Plus kommen den Wünschen der Anleger entgegen.

Eine jüngst erschienene Studie der European Business School (EBS), die von der UBS Investmentbank Frankfurt und anderen Institutionen in Auftrag gegeben wurde, hat den Nutzen derivativer Finanzprodukte wieder einmal eindrucksvoll nachgewiesen. So können die Chancen-Risiko-Präferenzen von Privatanlegern mittels geeigneter Derivate sehr viel genauer abgebildet werden, als dies bei der klassischen Buy-and-hold-Strategie oder gar einem aktiv gemanagten Wertpapierportfolio der Fall ist. Steueroptimiert umsetzen lassen sich die Empfehlungen der an der Untersuchung beteiligten Wissenschaftler am besten mit Discount-Zertifikaten Plus.

Vereinfacht gesagt, kann man Discount-Zertifikate Plus als Mischung aus Discount- und Bonus-Zertifikat oder auch als Bonus-Zertifikate mit Cap bezeichnen. Was zunächst abstrakt kling, lässt sich an einem konkreten Beispiel relativ einfach verdeutlichen: Bei einem Indexstand von 2.747 Punkten lag der anfängliche Verkaufspreis des Discount-Zertifikat Plus (Wertpapierkennnummer: UB5 YEE) auf den EuroStoxx 50 bei 26,95 Euro (Bezugsverhältnis 100:1). Im Vergleich zu einem Direktinvestment in den Index wird das Papier also mit einem Preisabschlag (Discount) gehandelt, daher auch der Name.

Der maximale Auszahlungsbetrag beträgt 30,13 Euro. Berührt oder unterschreitet der wichtigste europäische Aktienindex bis Mitte Dezember 2005 nicht die Marke von 2.081,97 Punkten, kommt dieser Betrag auf jeden Fall zur Auszahlung, und zwar unabhängig davon, ob der Index oberhalb oder unterhalb des Caps notiert. An dieser Stelle greift somit die "Bonus-Komponente". Ein Wertzuwachs von 11,8 Prozent ist in diesem Fall somit garantiert. Bei einem klassischen Discount-Zertifikat wäre dieser Betrag dagegen nur fällig, wenn der Index am Bewertungsstichtag bei 3.013 Punkten oder darüber liegt. Fällt der Index dagegen auf oder unter die Wandelschwelle, wozu er aus heutiger Sicht rund ein Viertel seines Wertes einbüßen müsste, verwandelt sich die "Plus-Variante" - wiederum analog zu einem Bonus-Papier - in ein klassisches Discount-Zertifikat und nimmt exakt dessen Eigenschaften an.

Auf der einen Seite bieten Discount-Zertifikate Plus somit eine partielle Kapitalabsicherung, auf der anderen Seite maximieren sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die vorgegebene Zielrendite (im Beispiel 11,8 Prozent in knapp 16 Monaten) auch tatsächlich erreicht wird. Beide Vorzüge sind natürlich nicht kostenlos zu haben. So kostet die Plus-Variante bei gleicher Fälligkeit und analogem Cap stets etwas mehr als die Grundversion. Oder anders ausgedrückt: Sie werden mit einem geringeren Discount gehandelt. Der maximal zu realisierende Wertzuwachs fällt damit bei sonst gleichen Parametern etwas niedriger aus. Da für die Mehrzahl der Investoren die relative Sicherheit einer Anlageform gegenüber der theoretisch zu erzielenden Maximalrendite jedoch immer stärker in den Vordergrund rückt, lässt sich dies zumindest für sicherheitsorientiert Anleger aber wohl leicht verschmerzen.

Die Autorin ist Investment-Expertin der UBS Investment Bank AG.

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