Archiv
Disney-Chef Eisner scheidet 2006 aus

NEW York (dpa-AFX)- Der Chef des zweitgrößten amerikanischen Medienkonzerns Walt Disney Co. , Michael Eisner, wird das Unternehmen mit Auslaufen seines Vertrag im September 2006 verlassen. Das gab Disney am Freitag am Firmensitz Burbank (US-Staat Kalifornien) bekannt. Eisner habe seine Entscheidung in einem Brief an den Verwaltungsrat vom 9. September mitgeteilt, sagte ein Unternehmens- Sprecher.

NEW York (dpa-AFX)- Der Chef des zweitgrößten amerikanischen Medienkonzerns Walt Disney Co. , Michael Eisner, wird das Unternehmen mit Auslaufen seines Vertrag im September 2006 verlassen. Das gab Disney am Freitag am Firmensitz Burbank (US-Staat Kalifornien) bekannt. Eisner habe seine Entscheidung in einem Brief an den Verwaltungsrat vom 9. September mitgeteilt, sagte ein Unternehmens- Sprecher.

In diesem Jahr mussten sich Eisner und sein Management-Team gegen Attacken seitens institutioneller Anleger unter Führung von Roy E. Disney und des Board-Mitglieds Stanley Gold wehren. Roy Disney ist der Enkel des verstorbenen Firmengründers Walt Disney.

Zeichentrickfilmsparte Saniert

Der 62 Jahre alte Eisner ist seit zwei Jahrzehnten Konzernchef und Vorsitzender des Verwaltungsrates. Unter seiner Führung ist Disney zu einem der weltbekanntesten Marken aufgerückt. Eisner hat unter anderem die damals schwächelnde Zeichentrickfilmsparte saniert, die Themenparks ausgebaut und die Fernsehnetze ABC und Espn zugekauft. Seit 1984 ist Disneys Börsenwert auf 58,4 Mrd. $ gestiegen.

Der Grund des Aufstands von Roy Disney und Gold war die seit Jahren rückläufige Gewinnentwicklung und der fallende Kurs der Disney-Aktie. Ferner musste Disney einen feindlichen Übernahmeversuch des Kabelnetzbetreibers Comcast Corp. zurückschlagen. Allerdings brachte es Disney im dritten Geschäftsquartal (30. Juni) auf einen Gewinnanstieg von 20 % auf 604 Mill. $.

Jüngsten Krisen Haben Nicht Beeinflusst

In einem Interview mit der Zeitung "The Wall Street Journal" sagte Eisner, die jüngsten Krisen des Unternehmens hätten seine Entscheidung nicht beeinflusst. Disney befände sich auf dem Wege der Erholung und das Timing seiner Entscheidung gebe dem Verwaltungsrat genügend Zeit, um einen ordnungsgemäßen Übergang in die Wege zu leiten.

Unklar sei, ob der Disney-Verwaltungsrat Eisner einen neuen Vertrag angeboten hätte, wenn Eisner dies gewünscht hätte, hie es im "Wall Street Journal". In einem am Sonntag in der "Los Angeles Times" veröffentlichten Interview nannte Eisner Disneys Präsidenten Robert Iger als seinen "bevorzugten Nachfolger". Im Gespräch sind ferner Peter Chernin, der bei der News Corp des Medienunternehmers Rupert Murdoch für das Tagesgeschäft verantwortlich ist, und der ehemalige Präsident des Kabelbetreibers Viacom Inc, Mel Karmazin.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%