Displays ohne Vakuum
Leuchtbildschirm dünn wie Folie

Bald könnten auf Bierflaschen programmierbare Etiketten kleben. Forscher von Philips haben ein Flüssigkristall-Display (LCD) entwickelt, das dünn ist wie eine Folie und auf beliebigen Oberflächen hält.
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DÜSSELDORF. Vorteil: Die neuen LCDs sind schmaler und leichter als herkömmliche Leuchtbildschirme.

Die Erfindung schafft neue Anwendungsmöglichkeiten. Denkbar sind Tapeten, die auf Knopfdruck ihre Farbe ändern, Etiketten auf Bierflaschen, die wechselnde Werbebotschaften tragen, und Minidisplays für Handys.

Bei dem neuen Produktionsverfahren für das Display werden hauchdünne Lagen von Polymeren, also Plastikfolie, und Kristalle aufeinander gestapelt. Die Technik ist vergleichbar mit der Erstellung eines Ölgemäldes, das in mehreren Schichten gemalt wird. Durch die neue Philips-Entwicklung lassen sich LCDs viel preiswerter herstellen, denn sie können am Fließband auf Rolle produziert werden.

Nach Schätzung der amerikanischen Konsumforscher von Stanford Ressources wird der LCD-Weltmarkt von jetzt 84 Millionen Dollar auf 1,6 Milliarden Dollar im Jahr 2007 wachsen.

Momentan sind LCDs noch so dick wie Diarahmen: Sie bestehen aus Zellen mit zwei Glasplatten, zwischen denen Elektroden, Schalter und Farbfilter sitzen. In die Zellen werden Flüssigkristalle gefüllt - im Vakuum-Sog.

Die neuen Leuchtanzeigen von Philips brauchen kein Vakuum mehr. Sie passen auf eine einzige Trägerschicht und werden aufeinander gestapelt. Displays werden durch das neue Verfahren preiswerter, weil sie in verschiedenen Lagen auf Rollen produziert werden können. LCD-Anzeigen finden sich in Laptops oder Handys.

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