Dittrich und Boden verpassen Medaille
Eisschnelllauf: Uytdehaage durchbricht Schallmauer

Jochem Uytdehaage ist der "Eis-König", Frank Dittrich einer der großen Verlierer der Olympischen Winterspiele von Salt Lake City. Der Niederländer durchbrach am Freitag in einem historischen Rennen über 10 000 m in 12:58,92 Minuten als erster Athlet die 13-Minuten-Schallmauer und krönte mit seinem zweiten Olympia-Gold den dritten "Oranje"-Doppelerfolg in der Königs-Disziplin der Eisschnellläufer.

HB/dpa SALT LAKE CITY. Für Frank Dittrich reichte es auch im letzten Olympia-Rennen seiner Karriere nicht zu einer Medaille. In 13:28,73 Minuten verpasste der 34-jährige Chemnitzer als Zehnter auf seiner Schokoladenstrecke seinen deutschen Rekord um rund zehn Sekunden. Sein Trainingsgefährte Jens Boden der zum Auftakt mit Bronze über 5000 m für eine große Überraschung gesorgt hatte, kam nach einer nicht gänzlich auskurierten Erkältung in 13:23,43 auf den fünften Platz.

"Es war die richtige Taktik, erst in der zweiten Hälfte aufzudrehen. Ich habe Flügel bekommen", meinte Utdehaage nach dem besten Rennen seiner Laufbahn, in dem er die Weltbestmarke seines Landsmannes Gianni Romme gleich um 4,48 Sekunden drückte und das 21. Olympia-Gold der Niederländer im Eisschnelllauf erkämpfte. Der Utrechter, der zuvor Gold über 5000 m und Silber über 1500 m gewonnen hatte, war damit noch erfolgreicher als Romme vor vier Jahren. In 13:10,03 blieb der "Held von Nagano" immer noch fünf Sekunden unter seiner Siegerzeit von Japan und erkämpfte Silber.

Dittrich, der über 5000 m mit Platz neun enttäuscht hatte, war für die lange Strecke wieder auf seinen herkömmlichen Schlittschuh umgestiegen, mit dem er in Den Haag in diesem Winter seinen ersten Weltcup-Sieg auf der Langstrecke erkämpft hatte. "Diese Medaille war mein großes Ziel. Davon hatte ich geträumt", meinte der Sachse 34- jährige Chemnitzer enttäuscht, der sich schon vor seinem achten und letzten Olympia-Rennen mit Rücktrittsgedanken beschäftigt hatte. Bei den zurückliegenden drei Olympischen Spielen hatte Dittrich bereits mit fünf Rängen zwischen vier und acht jeweils nur hauchdünn sein Medaillen-Ziel verfehlt, bei Weltmeisterschaften mit insgesamt sechs Bronzemedaillen zwischen 1996 und 2000 aber seine Zugehörigkeit zur Weltelite untermauert.

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