Dividende bleibt konstant
Bertrandt weiter auf Wachstumskurs

Der Ingenieur-Dienstleister Bertrandt hat seinen Wachstumskurs trotz der Flaute in der Autobranche im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt und will sich nun langsam an den US-Markt herantasten.

Reuters STUTTGART. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte 2001/02 (Ende September) um vier Prozent auf 8,6 Millionen Euro, der Umsatz legte um sieben Prozent auf 233 Millionen Euro zu. "Wir haben unsere Ziele erreicht", resümierte Vorstandschef Dietmar Bichler am Donnerstag in Stuttgart. Weil durch den Schuldenabbau die Zinslast zurückging, habe sich der Jahresüberschuss auf 2,1 (0,9) Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Aktionäre sollen mit 0,15 Euro die gleiche Dividende erhalten wie im Jahr zuvor.

Im Geschäftsjahr 2002/03 wolle Bertrandt Umsatz und Ertrag erneut ausbauen, sagte Bichler, ohne genaue Zahlen zu nennen. Bertrandt habe zuletzt weiter vom Trend der Autohersteller zur Fremdvergabe von Entwicklungsdienstleistungen profitiert. Die steigende Zahl von Modellen lasse ihnen kaum eine andere Wahl. Dennoch könnten einige Autobauer in der Krise Aufträge wieder zurückholen, warnte der Bertrandt-Chef. 35 Prozent vom Umsatz machte Bertrandt zuletzt mit Systemzulieferern. Dieser Anteil werde eher noch steigen.

Neue Chancen auf Projekte sieht Bichler in den USA. Die Autohersteller dort rückten langsam von ihrer Linie ab, eher Ingenieure externer Dienstleister im eigenen Haus arbeiten zu lassen als ganze Aufträge zu vergeben. "In den USA haben wir erste Kontakte geknüpft", sagte der Bertrandt-Chef. Dort seien nun erste Umsätze zu erwarten. Insgesamt macht das Geschäft im Ausland 20 Prozent vom Umsatz aus, operativ schreibt das Unternehmen dort aber noch Verluste.

Bei dem Urgestein des Neuen Marktes - Bertrandt war neben MobilCom der erste Wert an dem Segment - hatten Vorstand und Aufsichtsrat Ende 2001 ihre Anteile auf eine Mehrheitsposition von gut 50 Prozent aufgestockt. "Wir wollen deutlich machen, wo die Mehrheit liegt", sagte Bichler dazu. Dem Sportwagenbauer Porsche, der 25,01 Prozent an Bertrandt hält, werden immer wieder Übernahmegelüste nachgesagt. Porsche hat sich dazu bislang aber nicht geäußert. Die Bertrandt-Aktie gab am Donnerstag um 2,5 Prozent auf 15,60 Euro nach.

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