Dividende fällt weiterhin aus
Eurobike gibt Bekleidungshandel auf

Nachdem der ins Schlingern geratene Motorrad-Zubehörhändler Eurobike auf Sparkurs gegangen ist, will das Düsseldorfer Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr 2001/02 (30.9.) wieder Gewinn erwirtschaften.

agr HB DÜSSELDORF. Bei einem Umsatz von 530 Mill. DM werde das operative Ergebnis (Ebit) in diesem Jahr auf 33 Mill. DM steigen, erklärte Peter A. Mrosik, Vorstandschef des Handelshauses, zu dem der Filialist Hein Gericke gehört.

Die Weichen sind gestellt, meinte Mrosik, seit Juni neuer Vorstandschef der angeschlagenen Handelsgruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/01 ist das Ebit von 21 Mill. DM im Vorjahr auf 1,1 Mill. DM eingebrochen, obwohl der Umsatz auf 539,8 (526) Mill. DM gestiegen ist. Unter dem Strich steht ein Verlust von 155 Mill. DM.

Im Rahmen der Restrukturierung des stark defizitären Großhandels wird die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns durch einmalige Sonderaufwendungen von 156 Mill. DM belastet. "Die Großhandelsaktivitäten werden vollständig abgeschrieben und wertberichtigt." Bis Ende des Jahres werden die Betriebe Schuh und "Helmet House" geschlossen. Über 200 der 600 Arbeitsplätze werden abgebaut. Eurobike will sich in Deutschland künftig auf den ertragsstarken Einzelhandel konzentrieren.

Positive Bilanzeffekte aus dem Einzelhandelsgeschäft kompensierten die Belastungen aus dem Großhandel, sagte Mrosik, so dass das Eigenkapital der Aktiengesellschaft nach Berücksichtigung aller Risiken bei 28,4 Mill. DM liegen werde. Beipielsweise sei die Polo-Gruppe höher bewertet worden.

Eine Dividende werde weder für das abgelaufene noch für das laufende Geschäftsjahr gezahlt, sagte Finanzchef Manfred Ziegler. Der Streubesitz beträgt 55 %. Den Rest halten drei private Aktionärsgruppen. Der Smax-Wert legte gestern bei schwachem Handel deutlich zu.

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