Dividende geplant
Lufthansa fliegt auf Erholungskurs

Nach dem Krisenjahr 2001 erwartet die Deutsche Lufthansa für 2002 eine deutliche Erholung ihrer Geschäftszahlen. Eine konkrete Prognose werde wohl erst im Juni anlässlich der Hauptversammlung abgegeben werden können, sagte Konzern-Chef Jürgen Weber am Donnerstag.

Reuters FRANKFURT. Zuvor hatte das Unternehmen auf seiner Jahres-Presskonferenz mitgeteilt, dass eine verlässliche Vorhersage für den Geschäftsverlauf 2002 auf Grund der weltpolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten derzeit nicht möglich sei.

Die Lufthansa hatte im vergangenen Jahr wegen der weltweiten Wirtschaftsschwäche und auf Grund der Anschläge am 11. September und deren Folgen für die internationale Luftfahrt einen Ergebniseinbruch erlitten. Netto verbuchte das Unternehmen einen Verlust von mehr als 633 Mill. Euro. Die Dividende wurde daraufhin gestrichen, für dieses Jahr plant der Konzern jedoch wieder eine Ausschüttung, hieß es am Donnerstag.

Der internationale Luftverkehr sei 2001 auf eine "zuvor nie gekannte Probe gestellt worden", sagte Lufthansa-Chef Jürgen Weber mit Blick auf die mit entführten Flugzeugen verübten Anschläge in den USA. Mittlerweile sehe sich die Lufthansa jedoch dank Kosteneinsparungen und Kapazitätsanpassungen sowie infolge der allmählichen Konjunkturerholung wieder "auf dem Weg nach oben", betonte der Vorstandsvorsitzende.

Bei "positiver Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen" Lage erwarte die Lufthansa für den Passagierverkehr im Laufe dieses Jahres eine Erholung auf das Niveau von vor dem 11. September, hieß es. Das konjunktursensible Frachtgeschäft dürfte sich spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2002 beleben. Auf den ursprünglich geplanten Wachstumspfad werde das Unternehmen aber erst wohl im kommenden Jahr wieder zurückkehren.

Beim operativen Ergebnis werde in diesem Jahr mit einer deutlichen Verbesserung gegenüber 2001 gerechnet, als das Unternehmen mit 28 Mill. Euro gerade noch einen Gewinn erzielt hatte. Zusätzlich belastet hätten im vergangenen Jahr die erneut gestiegenen Treibstoffpreise, hieß es. Der Konzernumsatz war 2001 immerhin noch um fast 10 Prozent auf knapp 16,7 Mrd. Euro gewachsen.

Für das erste Quartal 2002 kündigte die Lufthansa ein operatives Ergebnis an, das dank Kosteneinsparungen und Kapazitätsanpassungen "nicht enttäuschen" werde. Die Lufthansa hatte nach dem 11. September zahlreiche Verbindungen gestrichen und Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen. So werde auch das Angebot des Sommerflugplans 2002 deutlich unter Vorjahr liegen.

Der Aktienkurs der Lufthansa sank am Donnerstagvormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt um 1,7 Prozent auf 16,59 Euro.

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