Dividende steigt auf 1,25 Euro je Aktie
Münchener Rück verspricht kräftig erhöhte Dividende

Der Versicherungskonzern hat ein Rekordjahr hinter sich. Die eigenen Gewinnprognosen wurden deutlich übertroffen. Jetzt werden die Aktionäre stärker am Gewinn beteiligt.

dpa-afx MÜNCHEN. Die Münchener Rück sieht sich nach einem Rekordjahr 2000 weiter im Aufwind. Der Jahresüberschuss sei im vergangenen Jahr um 54,5 % auf erstmals 1,75 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Versicherungskonzern am Freitag in München mit. Damit übertraf das Unternehmen die eigenen Prognosen von zuletzt 1,5 Mrd. Euro deutlich. Zu dem guten Ergebnis trugen auch Sondereffekte bei. Aber auch bereinigt sei der Überschuss um 50 % gestiegen. Die Aktionäre sollen eine von 0,95 auf 1,25 Euro kräftig erhöhte Dividende je Aktie erhalten.

Die Münchener Rück könnte auch von einer Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz profitieren. Nach Informationen aus Branchenkreisen soll die 13-Prozent-Beteiligung der Allianz an der Hypo-Vereinsbank an den Rückversicherer gehen. Nach einer Aufsichtsratssitzung äußerte sich die Münchener Rück aber zunächst nicht zu diesem Thema.

In diesem Jahr wird auch mit Umsatzplus gerechnet

Im neuen Jahr will die Münchener Rück insbesondere vom gut laufenden Geschäft bei ihren Erstversicherern in der Ergo-Gruppe und von den zuletzt wieder gestiegenen Preisen in der Rückversicherung profitieren. Daher werde wieder mit einem deutlichen Umsatzplus und einem besseren Ergebnis aus dem Rückversicherungsgeschäft gerechnet. "Die großen Schäden der letzten Wochen zeigen allerdings die Notwendigkeit noch weiter verbesserter Konditionen", sagte Konzernchef Hans-Kürgen Schinzler.

Die Brutto-Beitragseinnahmen kletterten im vergangenen Jahr um 13,5 % auf 31,1 Mrd. Euro. Damit übertraf die Münchener Rück auch beim Umsatz ihre Prognosen. Die Bruttobeiträge der Rückversicherer, die gut die Hälfte des Konzernumsatzes stellen, stiegen sogar um 19,2 %. Der Aktienkurs der Münchener Rück stieg um zwischenzeitlich 3,5 % auf 343,50 Euro.

Jahresüberschuss durch zwei Sondereffekte

Beim Jahresüberschuss profitierte die Münchener Rück laut Mitteilung von zwei Sondereffekten. Die erstmalige Konsolidierung der Spezialfonds auf Grund geänderter Rechnungslegungs-Vorschriften habe mit 180 Mill. Euro zu Buche geschlagen, die weitere Absenkung des Körperschaftssteuersatzes mit 320 Mill. Euro. Das Gewinnwachstum fiel zudem kräftig aus, weil der Konzern im Jahr 1999 einen Ertragsrückgang wegen hoher Belastungen durch Naturkatastrophen hinnehmen musste.

In den vergangenen Jahren hatte die Münchener Rückversicherungs- Gesellschaft AG (München) insbesondere mit der schwierigen Ertragslage im Stammgeschäft zu kämpfen. Während sich die Schäden durch Naturkatastrophen häuften, waren Preiserhöhungen kaum durchsetzbar. Im Nicht-Lebensbereich sei das Ergebnis 2000 wieder für die gesamte Branche enttäuschend gewesen, hieß es nun. Bei den Vertragserneuerungen für das Jahr 2000 hätten sich Preisanhebungen noch nicht auf breiter Front durchsetzen lassen. In den Verhandlungen für das laufende Jahr habe sich dies aber geändert.

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