Dividende trotz Verlust
Tamedia will mit Gewinn abschließen

Obwohl der Züricher Medienkonzern Tamedia AG (Tages-Anzeiger, Sonntags-Zeitung, Finanz und Wirtschaft) auch im laufenden Jahr mit sinkenden Anzeigenumsätze rechnet, kündigte der scheidende Konzernchef Michel Favre dank Sparmaßnahmen für 2002 einen zweistelligen Gewinn an. So sind bei den Stellenanzeigen Rückgänge von 40 % budgetiert.

ef ZÜRICH. Für 2001 muss der Konzern bei einem um 9,5 % auf 652 Mill. sfr rückläufigen Umsatz, einen Verlust von 12 Mill. sfr melden. Im Vorjahr war noch ein Gewinn von 117 Mill. sfr erwirtschaftet worden. Für den Verlust war die Einstellung des Fernsehsenders TV 3 entscheidend. Ohne diese hätte Tamedia noch einen Gewinn von 43 Mill. sfr erarbeitet, heißt es. Die Aktionäre sollen eine von 4,20 auf 1,50 sfr reduzierte Dividende erhalten.

Die im Oktober 2000 zu 260 sfr platzierten Tamedia-Aktien sanken nur wenige Monate nach der Emission auf 70 sfr und erholten sich zuletzt bis auf 127 sfr. Gestern betrug das Plus 1,6 %. Verwaltungsratspräsident Hans Heinrich Coninx, der die Großaktionärsfamilie (rund 80 %) repräsentiert, erwartet dank der schlanken Strukturen des Unternehmens ab 2003 einen kräftigen Gewinnanstieg. Für den Turnaround soll der frühere Bertelsmann-Manager Martin Kall verantwortlich zeichnene. Ziel sei eine Ebitda-Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) zwischen 22 und 25 %, nach 19 % in 2001.

Quelle: Handelsblatt

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