Dividende von 1,15 Euro vorgeschlagen
Unilever erreicht mit weniger Umsatz mehr Gewinn

Der niederländisch-britische Lebensmittel- und Waschmittelkonzern Unilever hat 2002 seinen Reingewinn binnen Jahresfrist um 16 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert.

HB/dpa ROTTERDAM. Zugleich sank der Umsatz vor allem als Folge des starken Euro-Kurses um sieben Prozent auf 48,76 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Rotterdam mit. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um drei Prozent auf 5,43 Milliarden Euro. Es wurde eine Dividende von 1,15 Euro (plus 9 Prozent) für Aktien des niederländischen Unternehmensteils und von 10,83 Pence (plus 10 Prozent) für den britischen Teil vorgeschlagen.

Die 400 führenden Marken, auf die der Konzern in den vergangenen Jahren sein Geschäft konzentriert, machten 89 Prozent des Umsatzes aus und verbuchten einen Zuwachs zwischen 5 und 6 Prozent. Im laufenden Jahr erwartet Unilever ein weiteres Wachstum für diese führenden Marken zwischen 5 und 6 Prozent und einen Zuwachs des Gewinns je Aktie um 10 bis 12 Prozent. An der Börse in Amsterdam stieg der Kurs der Unilever-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um 3,5 Prozent auf 51,50 Euro.

Lebensmittel machten 2002 mit unvermindert 28,72 Milliarden Euro den größten Anteil am Umsatz aus, gefolgt von 13,27 Milliarden Euro für Produkte der persönlichen Hygiene (plus 8 Prozent) und 9,43 Milliarden Euro für Wasch- und Reinigungsmittel (minus 10 Prozent). In Europa ging der Umsatz mit drei Prozent auf 19,7 Milliarden Euro zurück, in den USA sank der Umsatz um fünf Prozent auf 13,2 Milliarden Euro. In anderen Teilen der Welt registrierte Unilever Umsatzzuwächse von bis zu 9 Prozent.

Bei Lebensmitteln (ohne Speiseeis) wurden weltweit Zuwachsraten von zwei bis 4,5 Prozent erreicht. Allein im Marktsegment Speiseeis, in dem sich Unilever als weltweiter Marktführer sieht, sei 2002 ein Umsatzplus von vier Prozent erreicht worden, berichtete der britische Konzernchef Niall FitzGerald vor Journalisten.

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