Dividende wird erhöht: Nestle hat Rekordjahr hinter sich

Dividende wird erhöht
Nestle hat Rekordjahr hinter sich

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle hat 2002 Rekorde bei Umsatz und Gewinn erzielt und die Margen weiter verbessert. Das Jahr 2003 dürfte herausforderungsreich werden, und Nestle wolle sich auf die Verbesserung der Margen konzentrieren, teilte der Konzern am Donnerstag weiter mit.

Reuters VEVEY. Bei einem um 5,3 Prozent auf 89,160 (Vorjahr 84,698) Milliarden Franken erhöhten Umsatz steigerte Nestle den Reingewinn um 13 Prozent auf 7,564 (6,681) Milliarden Franken. Die Dividende soll auf 7,00 von 6,40 Franken je Aktie erhöht werden. Eine Reihe einmaliger Faktoren wie etwa der Teil-Börsengang der Tochterfirma Alcon und Restrukturierungskosten beeinflussten den Gewinn. Mit rund 2,3 Milliarden Franken fielen die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Goodwill drei Mal so hoch aus wie im Vorjahr.

Die wichtigste Zielgrösse des Konzerns ist das interne Realwachstum. Dort kam Nestle auf 3,4 Prozent und blieb damit erwartungsgemäss wegen schwacher Märkte in Lateinamerika unter der Zielmarke von 4,0 Prozent. Ob diese im Laufe des Jahres 2003 erreicht werden könne, lasse sich im Moment noch nicht sagen, erklärte Konzernchef Peter Brabeck auf einer Präsentation. Das Jahr 2003 habe langsam begonnen, in Lokalwährungen gerechnet seien Gewinn und Umsatz aber gestiegen. Das organische Wachstum, das Preissteigerungen von 1,5 Prozent einschliesst, erreichte 4,9 Prozent.

Bei einem Betriebsgewinn (Ebita) von 10,94 (9,99) Milliarden Franken erzielte Nestle eine Rekord-Ebita-Marge von 12,3 (11,8) Prozent. Auch die auf 8,5 von 7,9 Prozent verbesserte Gewinnmarge stellte nach Firmenangaben einen neuen Rekordwert dar. Die Netto-Verschuldung baute Nestle auf knapp 15 Milliarden von knapp 19,5 Milliarden Franken ab.

Unter der Annahme konstanter Wechselkurse stieg der Umsatz um 13 Prozent, der Ebita um 19 Prozent und der Reingewinn um ebenfalls 19 Prozent. Den Gewinn hatten die Analysten einschliesslich einmaliger Erlöse bei 7,5 bis 8,5 Milliarden Franken gesehen. Den Umsatz schätzten sie zwischen 88 und 90 Milliarden Franken.

Die Gruppe erachte die Verbesserung der Performance als eine ihre Prioritäten, hiess es weiter. Viele Produktgruppen hätten die Gewinnmargen verbessert.

In einer ersten Reaktion der Börse erklärten Händler, der Gewinn liege am unteren Ende der Erwartungen; andere sagten das Ergebnis liege in etwa im Rahmen der Erwartungen. Eine Analystin bei JP Morgan erklärte, die Nestle-Aktie sei günstig bewertet und von daher ein Kauf. An der Börse fiel die Aktie in den ersten Handelsminuten um knapp zwei Prozent auf 263 Franken.

Bei der Zürcher Kantonalbank hiess es, die im vierten Quartal erwartete Wachstumsbeschleunigung sei nicht eingetreten. Laut Angaben der ZKB schnitt Nestle beim organischen Umsatzwachstum in Lokalwährungen im vierten Quartal mit 5,2 Prozent schlechter ab als die Konkurrenten Danone mit 8,1 Prozent und Unilever mit 7,2 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%