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DIW erhöht Wachstumsprognose 2004 für Deutschland auf 1,8 ProzentDPA-Datum: 2004-07-06 11:07:24

BERLIN (dpa-AFX) - Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet in diesem und im kommenden Jahr in Deutschland ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum als bislang. Im laufenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent und 2005 um 2,1 Prozent zulegen, teilte das DIW am Dienstag in Berlin mit. Bislang hatte das Institut ein Wachstum von jeweils 1,4 Prozent erwartet.

BERLIN (dpa-AFX) - Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet in diesem und im kommenden Jahr in Deutschland ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum als bislang. Im laufenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent und 2005 um 2,1 Prozent zulegen, teilte das DIW am Dienstag in Berlin mit. Bislang hatte das Institut ein Wachstum von jeweils 1,4 Prozent erwartet.

Grund für die Aufwärtskorrektur sei der unerwartet schnelle Aufschwung der Weltkonjunktur. "Deutschland steht am Beginn einer konjunkturellen Aufwärtsentwicklung", heißt es in Konjunkturbericht des DIW. Der Aufschwung werde von Exportdynamik getragen, die dank der weltwirtschaftlichen Erholung zum "Motor der Belebung" geworden sei. Außerdem gebe es Anzeichen für eine verstärkte Investitionsdynamik bei den Ausrüstungen.

Dennoch ist nach Einschätzung des DIW wegen der schwachen Binnennachfrage weder in diesem, noch im kommenden Jahr ein durchgreifender Aufschwung zu erwartet. "Hierzu sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nicht günstig genug." Der private Konsum stehe im Zeichen anhaltender Belastungen. Die Beschäftigung steige kaum, auch die Lohnzuwächse blieben verhalten. Zudem dürften die Arbeitsmarkt- und Gesundheitsreformen die verfügbaren Einkommen dämpfen.

SCHWACHER ARBEITSMARKT

Auf dem Arbeitsmarkt erwarten die Konjunkturexperten keine durchgreifende Besserung. Die Zahl der Arbeitslosen werde um Jahresdurchschnitt 2004 nur um 30.000 auf 4,35 Millionen sinken und 2005 noch einmal um 75.000 abnehmen.

Vor dem DIW hatten bereits das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (iwh) seine Prognose für 2004 auf 1,8 Prozent, das ifo-Institut auf 1,7 Prozent angehoben und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf 1,8 Prozent angehoben. Das HWWA hingegen bestätigte am Dienstag seine bisherige Prognose von 1,5 Prozent.

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