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DIW-Konjunkturchef Horn warnt vor Deflation durch längere Arbeitszeiten

(dpa-AFX) Hamburg - Der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gustav Horn, hat davor gewarnt, dass eine pauschale Arbeitszeitverlängerung zu einem gefährlichen Preisverfall in Deutschland führen könnte. "Eigentlich müsste die Europäische Zentralbank auf die Arbeitszeitverlängerung mit einer Zinssenkungen reagieren. Tut sie das nicht, kann das Deutschland an den Rand der Deflation bringen", sagte Horn der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe).

(dpa-AFX) Hamburg - Der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gustav Horn, hat davor gewarnt, dass eine pauschale Arbeitszeitverlängerung zu einem gefährlichen Preisverfall in Deutschland führen könnte. "Eigentlich müsste die Europäische Zentralbank auf die Arbeitszeitverlängerung mit einer Zinssenkungen reagieren. Tut sie das nicht, kann das Deutschland an den Rand der Deflation bringen", sagte Horn der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe).

"Wir haben in Japan gesehen, welche fatalen Folgen Deflation auf die Binnennachfrage hat", sagte Horn. "Zu versuchen, über sinkende Stundenlöhne aus der Krise zu kommen, ist eine extrem gefährliche Strategie."

Auch der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn und der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, sagten der "FTD", dass unbezahlte Mehrarbeit zu fallenden Preisen in Deutschland führen könne.

Zu dem Preisverfall durch die unbezahlte Mehrarbeit könnte es laut den Ökonomen kommen, weil eine längere Arbeitszeit bei gleichem Lohn de facto eine Senkung der Stundenlöhne bedeutet. Die Unternehmen würden diesen Kostenvorteil zumindest zum Teil über niedrigere Preise an ihre Kunden weitergeben.

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