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DIW: Metall-Abschluss gerade noch verträglich

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Metall-Tarifabschluss grundsätzlich begrüßt, sieht aber bei Abschlüssen ähnlicher Höhe in anderen Branchen Gefahren für die Wirtschaft.

rtr BERLIN. "Effektiv auf zwei Jahre gerechnet bedeutet der Abschluss Anhebungen von deutlich unter vier Prozent, aber auch deutlich unter drei Prozent", sagte der DIW-Chef Klaus Zimmermann am Mittwochabend in einem Reuters-Interview.

"Wenn die anderen gemäßigt darunter liegen, sehe ich keine Gefahr für den Aufschwung. Dann hätten wir mit einem blauen Auge nochmal die Kurve gekriegt", sagte Zimmermann mit Blick auf die Branchen, für die Tarifverhandlungen noch ausstehen. Allerdings dürften die Abschlüsse nicht auf der Höhe des Metall-Abschlusses liegen. "Die anderen müssen eigentlich unter drei Prozent liegen, damit wir das volkswirtschaftlich Verträgliche erreichen." Positiv an der Metall-Vereinbarung sei, dass die Laufzeit relativ lang sei und dass es keine langen Streiks gegeben habe. Genau lasse sich das Volumen des Abschlusses schwierig beziffern, weil es eine Reihe von Rahmenvereinbarungen gebe. "Das ist gewollt, damit sich alle Beteiligten das schön rechnen können." Beide Seiten hätten sich aber bewegt. Die "4" vor dem Komma sei Kosmetik für die IG Metall.

Arbeitgeber und Gewerkschaften in Baden-Württemberg hatten sich am Mittwoch auf eine Lohn- und Gehaltsanhebung von 4,0 % von Juni 2002 an geeinigt. Vom 1. Juni 2003 an sollen die Beschäftigten einen Nachschlag von 3,1 % bekommen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 22 Monate betragen.

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