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DIW rechnet mit schnellem Ende des Aufschwungs

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht 2003 von einem erneuten Einbruch der Konjunktur aus.

Reuters BERLIN. "Im kommenden Jahr ist der Aufschwung schon wieder zu Ende", heißt es in der vom DIW am Dienstag in Berlin veröffentlichten Sommerprognose. Das Expansionstempo werde sich bereits in der ersten Jahreshälfte 2003 verlangsamen. "Die Dynamik wird schwach, da der Euro aufwertet und es deshalb zu keinem Exportboom für deutsche Waren und Dienstleistungen kommen dürfte."

Zudem geht das DIW davon aus, dass die Bundesregierung ihre finanzpolitischen Zusagen an die Europäische Kommission einhalten und den Sparkurs anziehen werde. In diesem Fall sei mit erheblichen Restriktionswirkungen in Höhe von etwa einem halben Prozentpunkt zu rechnen, die zusammen mit den übrigen Belastungen zu einer merklichen Verlangsamung des Expansionstempos führen werde. Im Jahresdurchschnitt werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0 Prozent wachsen.

Die Berliner Wissenschaftler korrigierten damit die eigene Vorhersage von bislang 2,1 Prozent leicht nach unten. Zusammen mit den anderen fünf führenden Forschungsinstitute war das DIW im Frühjahr noch von einem Wachstum von 2,4 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen. Die Bundesregierung rechnet mit 2,5 Prozent.

Das DIW bleibe zudem bei seiner Wachstumsprognose von 0,6 Prozent für 2002, heißt es in dem Bericht weiter. In Deutschland setzten sich die Auftriebskräfte im Verlauf des Jahres verstärkt durch. Vom Sommer an werde sich die Lockerung der Geldpolitik aus dem Vorjahr bei den Investitionen als auch bei den Exporten in die übrigen EWU-Länder positiv bemerkbar machen. Zudem werde der private Konsum etwas stärker expandieren.

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