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DIW trennt sich von Konjunkturleiter Horn

Berlin (dpa) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) trennt sich von seinem Konjunkturchef Gustav Adolf Horn. Das Berliner DIW, dass zu den sechs führenden Forschungsinstituten gehört, bestätigte am Dienstag entsprechende Berichte der «Berliner Zeitung» und der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch).

Berlin (dpa) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) trennt sich von seinem Konjunkturchef Gustav Adolf Horn. Das Berliner DIW, dass zu den sechs führenden Forschungsinstituten gehört, bestätigte am Dienstag entsprechende Berichte der «Berliner Zeitung» und der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch).

DIW-Sprecherin Dörte Höppner konnte aber keine Gründe für das Ausscheiden des Abteilungsleiters zum Jahresende nennen. Der Vertrag laufe aus und werde nicht verlängert. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses sei aber nicht auf unterschiedliche ökonomische Auffassungen zurückzuführen, betonte Höppner. Die Stelle werde in Kooperation mit den Universitäten in Berlin und Brandenburg ausgeschrieben.

Die beiden Zeitungen berichten, DIW-Leiter Klaus F. Zimmermann habe auf die Ablösung Horns bestanden. Horn gelte als keynesianisch orientierter Ökonom, der bei den Frühjahrs- und Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute häufig abweichende Meinungen vertrat. Zimmermann soll verärgert gewesen sein über öffentliche Auftritte Horns, bei denen dieser für Konjunkturprogramme und nachfrageorientierte Politik eintrat, schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Laut «Berliner Zeitung» habe Zimmermann inzwischen an der wissenschaftlichen Qualifikation seines Konjunkturchefs gezweifelt, den er 1999 selbst berufen hatte.

Horn war Nachfolger von Heiner Flassbeck, der nach der Regierungsübernahme von rot-grün als Staatssekretär zum damaligen Finanzminister Oskar Lafontaine (SPD) gewechselt war.

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