DJIA gewinnt über 250 Punkte, Nasdaq-Index über 105 Punkte
US-Indizes schießen in die Höhe

Nach dem ersten Sonnentag an der Wall Street beflügeln die Frühlingsgefühle sowohl den Dow Jones Index als auch den Nasdaq Composite. Selbst negative Analystenkommentare können den Markt heute nicht belasten. Die Anleger scheinen sich von den Expertenmeinungen nicht mehr beeindrucken zu lassen. Als es im Bärenmarkt immer weiter bergab ging, betonten die Analysten, dass der Boden gefunden sei. Jetzt melden sich kritisch zu Wort und warnen davor, dass das Schlimmste noch nicht vorbei sei. Hoffentlich irren sie sich erneut.

vwd NEW YORK. Die Aktienkurse an Wall Street bauen ihre Gewinne im Handelsverlauf am Dienstag kontinuierlich aus. Gegen 18.20 Uhr beträgt das Plus beim Dow-Jones-Index (DJIA) bereits 2,8 % bzw 282,90 Punkte auf 10 128,05. Der S&P-500-Index rückt um 2,8 % bzw 31,71 Zähler auf 1 169,30 vor, und der Nasdaq-Index haussiert um 6,3 % bzw 109,75 Stellen auf 1 855,46. Zwischenzeitlich wurde beim Plus von 200 Punkten beim DJIA die Handelsbeschränkungen der "Downtick-Rule" ausgelöst. Damit blieb der Programmhandel auf die im S&P-500-Index enthaltenen Aktien so lange unterbunden, bis der Gewinn auf die Hälfte des Schwellenwertes eingegrenzt war.

Amazon erfreut die Anleger heute erneut. Nachdem der Onlinebuchhändler gestern ein erfreuliches Quartalsergebnis in Aussicht stellte, gab das Unternehmen heute eine Kooperation mit dem Softwareunternehmen Adobe bekannt. Mit Hilfe der Software von Adobe will Amazon in Zukunft elektronische Bücher vertreiben. Dadurch könnte sich der Nutzer Bücher auf seinen Handcomputer laden. Nach Handelsbeginn liegen die Aktien beider Unternehmen deutlich im Plus. Auch Palm, der führende Hersteller für Taschencomputern, liegt in der Gewinnzone.

Edison International kann nach Handelsbeginn deutlich zulegen. Der Wert notiert mit einem Plus von knapp 30 %, nachdem der Bundesstaat Kalifornien sich bereit erklärt hat, die Stromleitungen des Energieversorgers für 2,76 Milliarden Dollar zu kaufen. Damit soll der drohende Bankrott des zweitgrößten kalifornischen Stromversorgers abgewendet werden. Erst vor drei Tagen musste PG&E, der größte Stromversorger Kaliforniens, Gläubigerschutz beantragen. Die Branche leidet unter deutlich gestiegenen Einkaufspreisen, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht an den Verbraucher weiter gereicht werden dürfen.

Intel gab vor Handelsbeginn bekannt, dass das Unternehmen seinen neuesten Chip einen Monat früher auf den Markt bringen will als ursprünglich geplant war. Jedoch wird der Verkaufspreis aufgrund schleppender Nachfrage 45 % unter dem zuvor gesetzten Preis liegen. Neben Intel notiert auch der Konkurrent Micron Technology leicht im Plus.

Motorola kann sich heute trotz negativer Kommentare aus dem Haus Merrill Lynch in der Gewinnzone halten. Zwar ändern die Analysten nichts an ihren Gewinnprognosen, doch sie warnen vor einem höheren Risiko, da sich die Branche in einem unsicheren Umfeld befinde. Sawtek, ein Hersteller von Mobilfunk-Komponenten bekam dies bereits zu spüren. Das Management warnte gestern nach Handelsschluss, dass sowohl der Gewinn als auch der Umsatz in 2001 unter dem Vorjahresniveau liegen werde. Doch die Aktien ließen sich von den Negativmeldungen nicht beirren. Neben Motorola und Sawtek notieren auch die Konkurrenten Ericsson und Nokia deutlich im Plus. Nach Handelsschluss werden die Quartalszahlen von Motorola mit Spannung erwartet.

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