Djindjic kritisiert UNMIK
Nach Ausschreitungen herrscht gegenwärtig Ruhe im Kosovo

dpa BELGRAD/KOSOVSKA MITROVICA. Nach den mehrtägigen gewaltsamen Ausschreitungen herrscht in der geteilten Kosovo-Stadt Kosovska Mitrovica gegenwärtig Ruhe. Das meldet die jugoslawische Nachrichtenagentur Tanjug am Donnerstag. Bei den Zusammenstößen am Vortag waren 23 KFOR-Soldaten, davon sieben Deutsche, und mehr als 60 albanische Demonstranten verletzt worden. KFOR-Soldaten aus Frankreich, Dänemark, Griechenland und Belgien hatten in den Nachtstunden das Stadtzentrum nach den Unruhen abgeriegelt. Die KFOR warnte am Donnerstag über Fernsehen die Albaner erneut vor neuen Ausschreitungen.

Der serbische Regierungschef Zoran Djindjic beschuldigte "albanische Separatisten", mit den Unruhen in Kosovska Mitrovica die internationale Aufmerksamkeit von den "terroristischen" Übergriffen in der südserbischen Grenzzone zum Kosovo abwenden zu wollen. Djindjic warf der UN-Verwaltung im Kosovo UNMIK vor, für die Gewalt mitverantwortlich zu sein. Das Verhalten der "Separatisten" sei Folge des Misserfolgs der UNMIK, im Kosovo eine "friedliche multiethnische" Gemeinschaft zu schaffen.

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