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Djukanovic und Djindjic uneinig über Zukunft Jugoslawiens

dpa BELGRAD. Bei einem geheimen Treffen zwischen Montenegros Präsident Milo Djukanovic und dem serbischen Regierungschef Zoran Djindjic haben beide keine Einigung über die Zukunft Montenegros erzielt. Djindjic habe bei dem zunächst geheim gehaltenen Gespräch am Donnerstagabend in Belgrad versichert, dass sich Serbien nicht als "Schiedsrichter" in die innermontenegrinischen Auseinandersetzungen einmischen werde. Das teilte Boris Tadic, Vizechef der Demokratischen Partei (DS) von Djindjic, am Freitag in Belgrad mit.

Djukanovic habe seine Position bekräftigt, dass es keine andere Lösung als die Unabhängigkeit Montenegros vom jugoslawischen Bundesstaat gebe. Serbien werde jede Vereinbarung annehmen, die aus dem Dialog der beiden entgegengesetzten politischen Blöcke in Montenegro herauskommen sollte, sagte Djindjic. Er betonte jedoch die Notwendigkeit der Bewahrung des gemeinsamen Staates.

Djukanovic strebt die Unabhängigkeit Montenegros von Serbien an. Er schließe aber Verhandlungen darüber mit Djindjic nicht aus, sagte er vor kurzem. Bei den Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag in Montenegro hatte Djukanovic mit seinen Unabhängigkeitsplänen nur rund 42 Prozent der Stimmen bekommen.

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