DLV-Hoffnungen ruhen nun auf Sonntag
WM: Medaillentrümpfe stachen nicht

Das für Dienstagabend erwartete Medaillenfestival des deutschen Teams bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft blieb aus.

EDMONTON. Denn Weitspringerin Heike Drechsler verletzte sich schon am Sonntag in der Qualifikation und konnte erst gar nicht starten, Grit Breuer landete über 400 m auf Rang vier und für Nils Schumann reichte es über zwei Stadionrunden nur zu Rang fünf. "Für eine Bilanz ist es noch zu früh, aber unsere Befürchtungen, dass es schwer wird, um die vorderen Plätze mitzukämpfen, hat sich leider bewahrheitet", erklärte Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Aber noch hofft der DLV-Chef auf einige Medaillen, dabei setzt er am kommenden Sonntag ganz große Erwartungen auf Edelmetall auf die 4 x 400 m-Staffel. Auf einen Platz auf dem Treppchen mit der Staffel setzt auch Grit Breuer ihre ganzen Hoffnungen. "Ich bin bisher immer mit einer Medaille von einer WM nach Hause gekommen", macht sich die 29-Jährige Mut. Die zweifache Europameisterin erkannte aber auch die Überlegenheit der Konkurrenz an. "Bei mir lief es 300 m gut, die letzten 100 m waren auch nicht schlecht, aber die drei waren einfach schneller." Die größe Überraschung war für Breuer die neue Weltmeisterin Amy Mbacke Thiam (49,86) aus dem Senegal, während sie dagegen die Jamaikanerin Lorraine Fenton (49,88) und die Mexikanerin Ana Guevara (49,97) auf der Rechnung hatte.

Über 800 m gab es keinen Überraschungsweltmeister, denn nach seinen großartigen Vorstellungen war der Schweizer Andre Bucher (1:43,70 Minuten) auch der Favorit. Der enttäuschte Nils Schumann (1:45,00) tauchte nach seinem fünften Rang regelrecht ab. Die Konkurrenz hatte dieses Mal aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und die richtige Taktik eingeschlagen. "Der Lauf war perfekt für mich. William Bungei (1:44,55) wollte ebenfalls ein schnelles Rennen, das hat mir sehr geholfen", sagte ein überglücklicher Bucher nachher. Der 20 Jahre alte Kenianer hatte während der WM seine Taktik geändert und seine Rennen immer von der Spitze aus bestritten, im Finale reichte es zu Silber. Bronze ging an den Polen Pawel Czapiewski (1:44,63), der im Stile Schumanns einen furiosen Endspurt hinlegte.

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