Archiv
Doch noch Weihnachtsstimmung an der Wall Street

Die Futures sind gnädig. Am letzten Handelstag vor Weihnachten scheint es so, als hätten die Anleger doch noch ein paar Geschenke verdient. Und dass, obwohl die Unternehmen nicht in der vergangenen Zeit nicht durch positive Meldungen glänzen. Heute erwarten die Börsianer einen behaglichen Handelsstag.

Die Konjunkturdaten, die am Morgen vor Handelstart veröffentlicht worden sind, dürften den Markt zudem nicht weiter beeindrucken. So lagen im November die persönlichen Einnahmen mit einen Plus von 0,4 Prozent und Ausgaben mit einem Anstieg von 0,3 Prozent genau im Rahmen der Erwartungen. Die Auftragseingänge langlebiger Güter lagen im November mit Plus 2,3 Prozent rund 0,8 Prozent über den Schätzungen.



Anleger könnten sich heute in weihnachtlicher Kauflaune mit Technologieaktien eindecken. Beliebt sind vorbörslich die Werte die in den vergangenen Tagen drastische Kurseinbußen hinnehmen mussten, denn High-Tech Aktien sind günstig.



Zum Kaufen animiert schon vorbörslich die Aktie von 3Com. Der Hersteller von Computernetzwerk-Ausstattung und das Mutterhaus von Palm meldete gestern Ergebnisse, die die Schätzungen der Wall Street schlagen konnten. 3Com verbucht für das vergangene Quartal lediglich einen Verlust von 15 Cents. Damit ist das Ergebnis um acht Cents besser ausgefallen als erwartet.



IBM

tendierte im gestrigen Handel schwach, nachdem sich Gerüchte um eine bevorstehende Gewinnwarnung häuften. Salomon Smith Barney verteidigt heute den Computerriesen. Alle Computer-Hersteller die bislang Warnungen ausgesprochen haben, leiden unter der schwindenden Nachfrage im PC-Verbrauchergeschäft. IBM hätte allerdings kein Verbrauchergeschäft mehr.



Nur vom Autosektor sollten sich Investoren heute keine Geschenke versprechen. Es war zu erwarten: Der zweitgrößte Autohändler Ford gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass das vierte Quartal unter den Schätzungen der Wall Street ausfallen wird. Ford wird voraussichtlich mit 64 Cents Gewinn pro Aktie zehn Cents weniger verdienen als ursprünglich angenommen. Zudem will der Konzern seine Produktion in Nordamerika Anfang des Jahres um 17 Prozent zurückfahren. Nur noch 1,05 Millionen Fahrzeuge sollen gebaut werden. Die Konkurrenten General Motors und DaimlerChrysler haben bereits ihre Produktionsplanungen gesenkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%