Dörfer von mazedonische Regierungstruppen beschossen
Wieder Unruhen an der Grenze zum Kosovo

ap SKOPJE. Knapp einen Tag nach Ablauf des Ultimatums an die albanischen Extremisten haben mazedonische Regierungstruppen am Freitag drei Dörfer im Norden des Landes mit Granaten beschossen. Je zwei Granaten schlugen in Slupcane, Orizare und Vaksince in der Region Kumanovo ein. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der mazedonische Staatspräsident Boris Trajkovski hatte am Donnerstag erklärt, obwohl die Rebellen die Forderung nach Niederlegung der Waffen und Abzug noch nicht erfüllt hätten, werde es vorerst keine Offensive der Streitkräfte geben.

Trajkovski versprach Zurückhaltung im Umgang mit den Rebellen und kam so internationalen Appellen nach. Eine Verlängerung des Waffenstillstands kündigte er indes nicht an. Für eine Zurückhaltung der mazedonischen Streitkräfte setzten sich unter anderem NATO-Generalsekretär George Robertson und die schwedische Außenministerin und EU-Ratsvorsitzende Anna Lindh bei getrennten Besuchen auf dem Balkan ein. Bundesaußenminister Joschka Fischer äußerte sich in einer gemeinsamen Erklärung mit seinem französischen Kollegen Hubert Vedrine besorgt über die Lage im Land und rief "zur größten Zurückhaltung" auf.

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