Dokumentation der BA erschienen: Gerster für steuerfinanzierte Arbeitsmarktpolitik im Osten

Dokumentation der BA erschienen
Gerster für steuerfinanzierte Arbeitsmarktpolitik im Osten

Der Chef der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Florian Gerster, hat sich nachdrücklich für eine steuerfinanzierte Arbeitsmarktpolitik in Ostdeutschland ausgesprochen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Arbeitsämter die im Osten fehlenden Arbeitsplätze nicht schaffen könnten, heißt es in einem Vorwort zu einer am Dienstag vorgestellten Dokumentation der BA über den "Aufbau Ost".

HB/dpa NÜRNBERG. Ein "ehrlicher zweiter Arbeitsmarkt" im Osten dürfe deshalb nicht mehr länger aus Versicherungsbeiträgen finanziert werden.

Die Bundesanstalt habe seit 1990 138 Mrd. ? für aktive Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern ausgegeben, sagte Gerster. 6,5 Mill. Menschen hätten seit Anfang der 90er Jahre an ABM- oder Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Die BA habe damit wesentlich zum strukturellen und sozialen Wandel beigetragen.

Trotz der Investition der Arbeitsämter in Infrastruktur und berufliche Qualifikation habe die Massenarbeitslosigkeit nicht entscheidend verringert werden können. Nur elf Prozent der Teilnehmer hätten ein halbes Jahr nach Ende einer ABM-Maßnahme eine Stelle gehabt. Bei Absolventen von Weiterbildungsmaßnahmen war dies nach Angaben Gersters nur zu 28 % der Fall. Ziel bei allen künftigen Förderungen der Arbeitsämter sei auch im Osten Deutschlands die Integration in den regulären Arbeitsmarkt, sagte der BA-Chef.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%