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Dokumente belegen weitere Misshandlungsfälle durch US-Militär

Gegen den Widerstand der US-Regierung sind neue Dokumente über die Misshandlung von Gefangenen im Irak, Afghanistan und dem US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba veröffentlicht worden. In vielen Fällen wandten geheime US-Spezialkommandos dabei brutale und nicht genehmigte Verhörmethoden an.

dpa WASHINGTON. Gegen den Widerstand der US-Regierung sind neue Dokumente über die Misshandlung von Gefangenen im Irak, Afghanistan und dem US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba veröffentlicht worden. In vielen Fällen wandten geheime US-Spezialkommandos dabei brutale und nicht genehmigte Verhörmethoden an.

Das geht aus 43 Regierungsdokumenten hervor, die von der Bürgerrechtsorganisation Aclu am Dienstag (Ortszeit) nach einem Rechtsstreit mit der US-Regierung veröffentlicht wurden. In einem Fall beschwert sich der Chef des Militärgeheimdienstes DIA Lowell Jacoby über die Misshandlung von Gefangenen. So hätten Armeeermittler einem Gefangenen in Irak solange in das Gesicht geschlagen, bis er medizinisch versorgt werden musste.

Andere Gefangene seien mit Brandwunden auf dem Rücken, blauen Flecken und anderen Zeichen der Gewaltanwendung von Verhören zurückgekommen. Selbst die Mitarbeiter des DIA seien von den geheimen Ermittlern bedroht und vor einer Weitergabe der Informationen gewarnt worden.

Auch aus anderen Dokumenten geht hervor, dass hochrangige Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes FBI und des DIA Einspruch gegen gegen harte Verhörmethoden erhoben. Ein FBI-Mitarbeiter zitierte den damaligen Leiter des US-Gefangenenlagers in Guantanamo Bay auf Kuba, General Geoffrey Miller, wonach die "Quelle" für die vom FBI als potenziell illegal angesehenen Methoden Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sei.

Aus einem Bericht eines FBI-Agenten geht hervor, dass bereits Anfang November vergangenen Jahres so genannte "Geister-Gefangene" im US-Militärgefängnis von Abu Ghoreib bei Bagdad vor dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (Ikrk) versteckt wurden. Ein anderer Agent berichtete von einem irakischen Gefangenen, der mit Handschellen an einem Gitterstab gefesselt wurde. Der Iraker habe einen Nylon-Sack über dem Kopf gehabt und sei von einem US- Wachsoldaten geschlagen worden, um wach gehalten zu werden.

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