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Dollar: Flaute dürfte andauern

Robert Sinche, Währungsstratege bei der Citibank, geht von einer anhaltenden Schwäche des US-Dollars aus. "Spekulanten haben per 7. August Euro-Kontrakte im Wert von 1,85 Milliarden Dollar aufgebaut", sagt Sinche. Ein derart hohes Niveau wurde zuletzt im März erreicht.

Der Euro-Kurs stieg damals auf rund 93 Cents. Währungsspekulanten halten derzeit das höchste Niveau an Euro- und Schweizerfranken-Kontrakten seit Januar diesen Jahres. Diese Entwicklung scheint sich in den letzten Tagen fortgesetzt zu haben. Auch der in Europa nachlassende Appetit auf Aktien wirkt sich auf den Greenback belastend aus. In der Euro-Zone fielen Kapitalzuflüsse in Aktienfonds im Mai auf 9,4 Milliarden Euro und erreichten damit das niedrigste Niveau seit Februar 1997. "Da ein beträchtlicher Teil dieser Fonds im US-Aktienmarkt investiert ist, gehen auch die Zuflüsse in den Dollarraum zurück", so Sinche weiter. Und nicht nur Privatinvestoren, sondern auch Unternehmen finden immer seltener den Weg in die USA. In den vergangenen zwei Jahren floss Kapital durch Übernahmeaktivitäten verstärkt in die USA. Auch dies war eine für den Euro belastende Entwicklung. In den vergangenen zwölf Monaten, hat wegen des deutlichen Einbruchs der M&A-Aktivtäten der Druck auf den Euro nachgelassen.

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