Dollar gab etwas nach: Tokioter Börse schließt im Plus

Dollar gab etwas nach
Tokioter Börse schließt im Plus

Positiv aufgenommene US-Unternehmensergebnisse haben den Tokioter Aktienmarkt am Donnerstag freundlich tendieren lassen, andere asiatische Aktienmärkte blieben aber wegen der Lungenkrankheit SARS unter Druck. In Hongkong fielen die Aktienkurse zeitweise auf das tiefste Niveau seit viereinhalb Jahren.

Reuters SINGAPUR. Der Dollar gab zum späten US-Handel etwas nach. Der Ölpreis war vor dem Sondertreffen der Opec zu den Konsequenzen des Irak-Krieges für den Ölmarkt kaum verändert zum New Yorker Schlussniveau.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um knapp 0,8 Prozent auf rund 7854 Punkte. Mit Blick auf die Quartalszahlen der US-Unternehmen sagte der Fondsmanager von Japan Investment Trust Management, Muneyuki Tsuji: "Die Ergebnisse erwecken den Eindruck, dass die US-Erholung besser als erwartet ausfällt, und nicht nur im ersten Quartal, sondern auch weiter im zweiten Quartal." Wie der Nikkei-Index beendete auch der breiter gefasste Topix Index den Handel um 0,65 Prozent fester bei 794 Zählern.

Dagegen belasteten die wirtschaftlichen Folgen der Lungenkrankheit SARS die Börse in Hongkong weiter. Der Hangseng Index fiel um 1,14 Prozent auf 8422 Zähler. Dabei führten die Papiere der Fluglinie Cathay Pacific Airways den Markt ins Minus. Die Fluggesellschaft teilte mit, sie könnte wegen der schweren Auswirkungen der SARS-Epidemie auf ihr Geschäft im kommenden Monat ihre Dividende kürzen.

In Taiwan verlor das Börsenbarometer Taiex 4,16 Prozent auf 4374 Punkte, auch in Singapur waren die Aktien unter Druck. "Investoren fürchten nun, dass das SARS-Virus schlimmer als erwartete Auswirkungen auf die Wirtschaft haben könnte, was Sorgen um die Unternehmensergebnisse im zweiten Quartal verstärkt", sagte Norman Lee von Fubon Securities.

Gegen 8 Uhr MESZ stand der Euro bei 1,0998 Dollar nach einem New Yorker Schlusskurs von 1,0956 Dollar. Zum Yen war die US-Devise bei 119,86 Yen nach einem Kurs von 120,40 Yen im späten US-Handel. Gold wurde kaum verändert bei bei 332,30 Dollar je Feinunze gehandelt.

Der Ölpreis, der am Vortag stark unter Druck geraten war, zog im frühen Geschäft um 17 Cent auf 24,43 Dollar an. In Wien kommen am Donnerstag Vertreter der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Donnerstag zu einem Sondertreffen zusammen, bei dem sie Analysten zufolge ihre Förderquoten reduzieren könnten. Vertreter des Irak, wo die zweitgrößten Ölvorkommen der Welt nach Saudi-Arabien vermutet werden, nehmen an dem Treffen aber nicht teil.

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