Dollar gerät unter Druck, Euro profitiert
Verbrauchervertrauen in den USA sinkt unerwartet stark

Das Vertrauen amerikanischer Verbraucher in die Wirtschaft des Landes ist angesichts trüber Geschäftsaussichten und Arbeitsplatzsorgen im April unerwartet stark gesunken. Analysten zufolge könnte die US-Notenbank Mitte Mai erneut die Leitzinsen senken, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen.

rtr NEW YORK. Das Vertrauen der Verbraucher in den USA in die Wirtschaft des Landes ist angesichts trüber Geschäftsaussichten und Arbeitsplatzsorgen im April unerwartet stark gesunken. Der Index sei auf 109,2 Punkte von revidiert 116,9 Punkten im Vormonat zurück gegangen, teilte das Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board am Dienstag mit. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 112 Punkte gerechnet. Analysten zufolge untermauern die Zahlen Spekulationen, die US-Notenbank könnte Mitte Mai erneut die Leitzinsen senken, um der schwachen Inlands-Konjunktur unter die Arme zu greifen.

Der Dollar geriet nach den Zahlen unter Druck und ließ den Euro in der Spitze auf ein Tageshoch von 0,9019 Dollar klettern. Gegen 16.30 Uhr MESZ notierte die Gemeinschaftswährung wieder etwas leichter mit 0,8992/97 Dollar nach 0,8980/84 Dollar zum US-Handelsschluss am Vorabend.



Die Fed hat in diesem Jahr aus Sorge vor einem starken Abschwung der US-Wirtschaft bereits vier Mal die Zinsen um insgesamt 2,0%punkte auf 4,50% gesenkt, zum letzten Mal überraschend in der vergangenen Woche. Die nächste reguläre Sitzung des für die Zinspolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) ist am 15. Mai.



In den vergangenen sieben Monaten war der Index des Conference Board sechs Mal gefallen. Im März war das Stimmungsbarometer jedoch noch auf ursprünglich 117 von 109,2 Punkten gestiegen. "Es ist klar, dass die Verbraucher sich inzwischen Sorgen machen über die Arbeitsmarktlage. Das schlägt sich auf das Verbrauchervertrauen nieder", sagte Lynn Franco, Direktor des Forschungsinstituts. Bereits der Mitte April veröffentlichte vorläufige Index der Universität Michigan für die Konsumentenstimmung war im April überraschend stark zurück gegangen.

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