Dollar kaum bewegt
Börsen in Fernost tendieren fester

Die Aktienkurse an der Börse in Tokio konnten den dritten Tag in Folge ihre Gewinne ausweiten. Begünstigt wurden sie dabei erneut von positiven US-Vorgaben. Zudem habe man von Käufen ausländischer Investoren profitiert, die die Tokioter Börse unterbewertet sähen, sagten Händler.

Reuters TOKIO. Die Börsen in Fernost haben am Freitagmittag fester tendiert. Auch der Hang Seng Index an der Börse in Hongkong tendierte fester. Der Dollarkurs bewegte sich in Fernost nur wenig. Mitverantwortlich dafür seien Spekulationen, Japan könne mit Yen-Verkäufen auf dem Markt eingreifen, sagten Händler. In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index bei einem Plus von 0,57 Prozent auf 8 969,07 Punkten. Der breiter gefasster Topix-Index legte um 0,71 Prozent auf 881,97 Punkte zu. Nach dem Kursanstieg der vergangenen Tage waren allerdings die Aktien von Technologieunternehmen wie NEC Corp und Stahlfirmen von Gewinnmitnahmen betroffen.

"Käufer aus dem Ausland, wie Anlagefonds und Pensionsfonds, haben an diesem Morgen wieder eine Reihe von Standardwerten gestützt", sagte Hiroaki Kuramochi von Credit Lyonnais. "Aber die jüngste Rally scheint sich dem Ende zu nähern, da sie anscheinend nicht die einheimischen wirtschaftlichen Grundtatbestände widerspiegelt."

In Hongkong legte der Hang Seng Index von 33 Standardwerten um 0.51 Prozent auf 9786,86 Punkte zu. Gedrückt wurde der Hang Seng dadurch, dass Schwergewichte wie Hutchison Whampoa und Cheung Kong Holdings von Standard&Poor's in ihrem Rating herabgestuft wurden.

Der Dollar tendierte gegenüber Euro und Yen im frühen Handel in Fernost nahezu unverändert. Das wirtschaftliche Umfeld rechtfertige nicht einen stärkeren Yen, sagte der japanische Vize-Finanzminister Zembei Mizoguchi. Japan sei für notwendige Maßnahmen auf dem Währungsmarkt bereit. Der Euro tendierte gegenüber der US-Währung bei 1,1765 Dollar nach 1,1764 Dollar im späten Handel in New York. Zum Yen tendierte der Euro bei 138,39 Yen. Der Dollar kostete 117,62 Yen nach 117,63 Yen im späten US-Handel.

Am Freitag will sich Bundesbankpräsident Ernst Welteke auf einer deutsch-amerikanischen Konferenz äußern. Eugenio Domingo Solans, der wie Welteke im EZB-Rat sitzt, will über die Struktur des Finanzsystems sprechen. Zudem wird die Inflationsrate in Frankreich für Mai bekannt gegeben.

Die US-Aktienmärkte hatten am Donnerstag nach richtungslosem Handel leicht im Plus geschlossen. Händlern zufolge legte der Markt nach den kräftigen Kursgewinnen der Vortage eine Verschnaufpause ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,15 Prozent höher mit rund 9 196 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,1 Prozent auf etwa 998 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,46 Prozent auf rund 1 654 Punkte zu.

Der Goldpreis wurde wenig verändert mit rund 353,25 Dollar pro Feinunze notiert, er hatte bei 353,10 Dollar in New York geschlossen. Der Preis für die marktführende US-Ölsorte fiel leicht auf 31,40 Dollar pro Barrel (1 Barrel = 159 Liter).

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