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Dollar-Kurs bestimmt Rendite bei geschlossenen US-Immobilienfonds

Die Quadratur des Kreises ist für Käufer geschlossener US-Immobilienfonds Alltag: Sie müssen mit dem frei schwankenden Wechselkurs einer temperamentvollen Währung, wie dem US-Dollar, kalkulieren. Dabei scheint der unbändige Greenback zu machen, was er will: Nachdem die Weltwährung zum Beispiel 1994 zur D-Mark rund ein Fünftel verloren hatte, sprang sie in den folgenden drei Jahren wieder um fast 40 Prozent in die Höhe.

23.02.2001 Seit Anfang 1999 wird zwar der neuen zweiten Weltwährung gut zugeredet, allerdings lässt das den Dollar bislang kalt: Der Euro büßte in der Spitze rund 30 Prozent ein, obwohl es gute Argumente für ihn gab. Gegenüber der D-Mark legte der Dollar gar um drei Viertel an Wert zu.

Aktuell führen Währungsspezialisten überwiegend fundamentale Wirtschaftsdaten als Begründung für ihre Prognose an, dass der Euro-Dollar-Kurs bis zum Sommer die Parität erreichen sollte. Denn das Wirtschaftswachstum in Euroland überholt das der USA, und die Unterschiede bei den langfristigen Zinssätzen am Kapitalmarkt gleichen sich weiter an. Auch die Inflationsrate in Euroland wird die der USA unterbieten. Zudem beteiligten sich Firmen nun stärker an Euroland-Unternehmen, was den Euro stütze, meint Stefan Bielmeyer, Währungsanalyst der Deutschen Bank.

Aber nur etwa die Hälfte des Einflusses ist seiner Ansicht nach fundamentaler Natur. In Schach hält die Märkte oft die Psychologie: Kann US-Notenbankchef Alan Greenspan den Investoren glaubhaft machen, er habe die Konjunkturschwäche im Griff, dürfte dies den Dollar stützen. Werner Heß, Währungsexperte bei der Dresdner Bank, kann sich durchaus vorstellen, dass die Stimmung am Markt zu Gunsten des Euros dreht.

Anleger sollten sich vor Augen führen, wie stark ein günstiger oder ungünstiger Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkt die Rendite verändern kann: So hätte eine Beteiligung an einem geschlossenen US-Immobilienfonds von 30 000 Dollar Mitte Oktober 1999 bei einem Kurs von 1,80 DM je Dollar 54 000 D-Mark gekostet, gut ein Jahr später bei 2,36 DM/ Dollar bereits 70 800 DM.

Steigt der Investor nach sieben Jahren aus, hängt sein Ertrag wieder extrem am Wechselkurs: Nimmt man die in Verkaufsprospekten oft unterstellten Wertsteigerungen auf etwa 39 000 Dollar an, so erhält er bei einem relativ schwachen DM-Dollar-Kurs von 1,60 DM insgesamt 62 400 DM zurück. Legt die D-Mark jedoch bis auf 2,40 DM je Dollar zu, erhält er 93 600 DM zurück. Die Gesamtrenditen schwanken in diesem Extrembeispiel folglich zwischen der ungünstigsten Möglichkeit - schlechter Ein- und Ausstiegskurs - und der besten Variante erheblich. Die Ergebnisse betragen in diesem Beispiel minus 11,8 Prozent beziehungsweise plus 73,3 Prozent. In der Realität dürften die Werte zwar eher dazwischen liegen. Dennoch wetten Käufer von geschlossenen US-Immobilienfonds in hohem Maße auf den US-Dollar. In Zeiten eines starken Dollars lohnt es daher, dem großen Unbekannten mit besonderer Vorsicht zu begegnen.

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