Dollar legt etwas zu
Fernost-Märkte widersetzen sich der Wall Street

Negative Vorgaben der Wall Street haben die Aktienmärkte in Fernost am Freitag zum Teil belastet, während die Tokioter Börse geringfügig zulegte. Der Dollar konnte zum Euro zeitweise etwas Boden gut machen.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. Wichtige Konjunkturbarometer in den USA hatten am Vortag zwar auf eine Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft hingedeutet. US-Händlern zufolge waren an den Märkten zuletzt aber Hoffnungen auf noch bessere Daten aufgekommen. Daher seien die Indikatoren negativ aufgenommen worden und hätten die Kurse an der Wall Street gedrückt. Dies wirkte sich auch auf einige Märkte in Fernost aus. In Hongkong notierte der Hang Seng rund 0,5 % schwächer. Auch die Börsen in Singapur und Taiwan tendierten leicht im Minus.

Die Börse in Tokio schloss dagegen um 0,11 % im Plus bei 9120 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,34 % zu auf 899 Zähler. "Das Minus in New York hat die Börse in Tokio zu Beginn zwar beeinflusst, aber wir sind von einem starken Kaufinteresse aus dem Ausland und einer Beruhigung im Anleihenhandel etwas unterstützt worden", sagte Tatsuyuki Kawasaki von Kaneyama Securities zur Handelsentwicklung.

Nach den eher schlecht aufgenommenen US-Konjunkturdaten waren vor allem exportorientierte Unternehmen belastet. Die Aktien des weltgrößten Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony gaben am Ende rund 0,5 % ab. Die Titel des Automobilproduzenten Nissan verloren mehr als ein Prozent.

Der Dollar erholte sich zum Euro, nachdem das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Fed-Vertreter berichtete, die US-Notenbank schließe weiterhin auch eine Senkung der Leitzinsen um lediglich 25 Basispunkte nicht aus. Zuvor waren Spekulationen über einen kräftigeren Zinsschritt aufgekommen. Bei einer geringen Senkung werde sich der Zinsnachteil der USA gegenüber der Euro-Zone nicht so stark vergrößern wie zunächst befürchtet, und das sei gut für den Dollar, sagten Analysten. Der Euro verlor in der Folge auf 1,1699 Dollar nach rund 1,1720 Dollar im späten New Yorker Handel. Später zog die Gemeinschaftswährung aber wieder etwas an. Die US-Währung verbesserte sich auch zum japanischen Yen leicht auf 118,20 Yen, nachdem sie zuvor mit 118,01 Yen gehandelt worden war.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte am Vortag um 1,23 % tiefer geschlossen auf 9179 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 1,52 % auf knapp 995 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging um 1,70 % zurück auf rund 1649 Punkte. Auch der deutsche Aktienindex war von den schwachen US-Vorgaben belastet worden und hatte im Minus geschlossen.

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