Dollar notiert fester
Nikkei erstmals wieder über 8500 Punkten

Nach der positiven Entwicklung in den USA haben die asiatischen Börsen die Woche mit Zugewinnen begonnen. Auf der Basis von Berichten, die jüngste Dollarschwäche sei Thema beim Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen und Russland (G-8), gab der Euro nach und tendierte in Fernost bei 1,1711/17 Dollar. Am Freitag war der Euro in New York zuletzt mit 1,1782/88 Dollar notiert worden.

Reuters TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index übersprang erstmals seit drei Monaten wieder die Marke von 8 500 Punkten und schloss mit 8 547 Punkten. Damit legte er fast 1,5 Prozent zu. Der breiter gefasste Topix-Index verbesserte sich um ein Prozent auf 846 Punkte. An anderen asiatischen Finanzplätzen zogen vor allem Technologiewerte die Märkte mit. Die Indices der Börsen in Seoul, Taiwan und Singapur machten mehr als zwei Prozent gut, Hongkong legte weniger als zwei Prozent zu.

Die Konjunkturaussichten für Japan blieben allerdings gedrückt. Der von Reuters/Nomura/JMMA vor Börsenbeginn veröffentlichte Konjunkturindex der Einkaufsmanager für das Verarbeitende Gewerbe sank im Mai mit 49,0 Punkte wieder unter die Marke von 50. Werte unter 50 deuten auf eine konjunkturelle Verschlechterung hin.

Die positiven Daten zur US-Konjunktur hatten am Freitag bereits der Wall Street zu Kursgewinnen verholfen. Der Standardwerte-Index Dow-Jones gewann am Freitag 1,6 Prozent auf rund 8850 Punkte, und blieb damit nur knapp unter seinem im bisherigen Verlauf dieses Jahres erreichten Hoch bei 8869,29 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,47 Prozent auf 963 Zähler zu und der Index der Technologiebörse Nasdaq um 1,33 Prozent auf 1595 Zähler.

Der deutsche Aktienindex war am Freitag mit einem Plus von 2,61 Prozent bei 2982,68 Punkten aus dem Handel gegangen und hatte damit wieder in unmittelbarer Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 3 000 Punkten geschlossen.

Devisenhändler warten auf Hinweise der G-8

Der Dollar notierte am Montag im Fernosthandel mit 119,00 Yen nach 119,21 Yen beim Freitagsschluss in New York. US-Präsident George W. Bush hatte in Interviews während seiner Europa-Reise versichert, dass die USA eine Politik des starken Dollar verfolgten.

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi sagte am Sonntag in Evian auf Fragen von Reportern, ob Wechselkurse ein Thema sein werden: "Wir werden uns damit morgen (am Montag) beschäftigen." Ähnlich äußerte sich EU-Kommissionspräsident Romano Prodi. Zugleich deutete Berlusconi die Möglichkeit einer baldigen Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) an, mit der Marktexperten am kommenden Donnerstag rechnen. "Eine Entscheidung über eine Zinssenkung könnte in der Luft liegen", sagte Berlusconi. "Es gibt kein Kommunique über Wachstum oder Wechselkurse", sagte aber ein Teilnehmer in Evian Reuters.

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