Dollar unverändert
Börsen in Fernost schwächer

Die Börsen in Fernost sind am Montag schwächer in die neue Woche gestartet, nachdem schlechte US-Vorgaben im Zuge überraschend schwacher Konjunkturdaten die Stimmung drückten. Der Dollar blieb sowohl zum Euro als auch zum Yen nahezu unverändert, auch wenn an den Finanzmärkten die Spekulationen über eine baldige US-Zinssenkung anhielten.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index nach den starken Gewinnen der Vorwoche um 1,57 % niedriger auf knapp 8840 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index ging um ein Prozent auf rund 872 Punkte zurück. Vor allem Technologie-Werte waren von den Kursrückgängen betroffen. Während der Hang-Seng-Index an der Börse in Hongkong gegen Handelsschluss kaum verändert notierte, lagen die Börsen in Singapur und Südkorea ebenfalls im Minus.

"Es hat Sorgen gegeben, dass der Nikkei zu weit oder zu schnell gestiegen ist", sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. "Wahrscheinlich ist es nötig, heute eine Kurskorrektur zu haben, nachdem die Märkte in Übersee zurückgegangen sind und sich die 9000-er Marke als schwer erwiesen hat." Am Freitag war der Index noch auf den höchsten Schlusskurs seit sechs Monaten geklettert.

Angeführt wurden die Verluste in Tokio vom Chip- und Computerhersteller NEC Corp, dessen Aktien 4,62 % nachgaben. Auch die Werte des weltweit zweitgrößten Chip-Ausrüsters Tokyo Electron sanken um 3,5 %. Die Aktien des Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony gaben um 3,16 % nach.

Der Dollar tendierte zu Euro und Yen kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1870 nach 1,1868 Dollar am Freitag in New York gehandelt. Die US-Währung kostete 117,66 Yen nach 117,39 Yen. Allerdings rechneten Analysten weiter mit einer schwachen US-Währung. "Im Moment sind Händler bestrebt, Dollar zu verkaufen, (...) nachdem die US-Daten am Freitag so schwach ausgefallen sind", sagte Hiroyuki Watanabe von der Shinsei Bank. Am Freitag war der Index der Universität Michigan zum Verbrauchervertrauen in den USA für Juni deutlich schwächer als erwartet ausgefallen.

Außerdem rechnen die Finanzmärkte mehrheitlich damit, dass der Zinsausschuss der US-Notenbank bei seinem nächsten Treffen am 24. und 25. Juni den als Schlüsselzins geltenden Zielsatz für Tagesgeld von seinem derzeitigen 42-Jahres-Tief um weitere 25 Basispunkte auf dann 1,00 % reduziert, um dem Risiko eines allgemeinen Preisverfalls in der US-Wirtschaft zu begegnen. Der US-Leitzins wäre damit so niedrig, wie seit 1958 nicht mehr. Die Zinssenkungsspekulationen könnten den Dollar in dieser Woche weiter unter Druck setzen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte nach den Konjunkturdaten am Freitag um 0,86 % schwächer bei 9117 geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,99 % auf etwa 988 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,64 % auf rund 1626 Zähler. Auch die deutschen Börsen waren zum Wochenausklang von den schwachen US-Konjunkturdaten belastet worden.

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