Dollar weiter erholt
Tokioter Aktienmarkt schließt im Minus

Die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten hat sich am Donnerstag Händlern zufolge im Sog der schwächeren Wall Street vom Vorabend eingetrübt und die Kurse ins Minus gedrückt. Der Dollar erholte sich weiter von seinen jüngsten Kursverlusten. Der Euro sank auf rund 1,1440 Dollar leicht unter seine letzte US-Notiz.

Reuters SINGAPUR. An den Finanzmärkten machte sich Händlern zufolge erneut eine Unsicherheit wie vor dem Irak-Krieg breit. Zudem hätten die schwachen Daten zur Entwicklung der US-Einzelhandelsumsätze Händlern zufolge eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) wahrscheinlicher gemacht. Dies habe den US-Staatsanleihen hohe Kursgewinne beschert. Die Renditen für 30-jährige US-Bonds sanken damit so tief wie seit ihrer Ausgabe Anfang der 70er Jahre nicht mehr auf 4,50 Prozent.

Gold - traditionell stark nachgefragt in Krisenzeiten - hielt sich bei 352 Dollar je Feinunze, nachdem sich der Preis in New York zeitweise bis auf 354,50 Dollar erhöht hatte. Auch der Ölpreis zog wegen der sinkenden Lagerbestände in den USA wieder auf über 29 Dollar je Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) an.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index bis Handelsschluss um 1,47 Prozent auf 8123 Zähler, der breiter gefasste Topix-Index schloss 1,43 Prozent tiefer bei 820 Zählern. Am Mittwoch hatte der Index noch auf dem höchsten Stand seit fünf Wochen geschlossen. Die Aktienmärkte in Südkorea und Hongkong verbuchten indes Kursgewinne.

In New York hatte am Vorabend ein verhaltener Geschäftsausblick des Chipausrüsters Applied Materials und schwache Konjunkturdaten die US-Börsen ins Minus gedrückt. Der Standardwerte-Index Dow-Jones verlor 0,36 Prozent auf knapp 8648 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,31 Prozent auf rund 1535 Zähler ab. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,32 Prozent auf 939 Punkte. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex (Dax) um 0,55 Prozent fester bei 2926,03 Zählern den Handel beendet.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar zum Yen mit Kursen um 116,20 Yen etwas unter seinem New Yorker Schlussniveau. Aus Furcht vor einem Eingreifen der japanischen Behörden hielten sich die Devisenhändler in Fernost derzeit zurück, sagten Händler. Der Euro sank zeitweise bis auf 1,1428 Dollar, nachdem er am Vorabend zuletzt bei rund 1,1475 Dollar gehandelt worden war.

Für Donnerstag erwarteten die Investoren mit Spannung neue US-Konjunkturdaten, darunter die Daten zu den Erzeugerpreisen sowie zur Industrieproduktion. Schwache Daten könnten die Sorgen um eine mögliche Deflation, also sinkende Preise, in den USA Händlern zufolge verstärken und zu weiteren Dollar-Verkäufen führen. Die Fed hatte bereits auf die Risiken einer Deflation hingewiesen.

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