Dollar/Yen-Geschäft stand im Mittelpunkt: Dollar von Sorgen über Kriegskosten belastet

Dollar/Yen-Geschäft stand im Mittelpunkt
Dollar von Sorgen über Kriegskosten belastet

Sorgen der Märkte über die Milliardenkosten eines von den USA geführten Kriegs gegen Irak haben den Dollar am Donnerstag zeitweise unter Druck gesetzt. Überraschend stark ausgefallene Daten aus der US-Industrie grenzten die Verluste aber ein. Zur japanischen Währung fiel er trotz anhaltender Spekulationen um weitere japanische Dollar-Stützungskäufe zeitweise auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten.

Reuters NEW YORK. Der Euro zog leicht an auf 1,0772/74 Dollar, nachdem er am frühen Nachmittag von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit 1,0822 (Vortag 1,0753) Dollar festgelegt worden war. Im Referenzkursverfahren der Banken war die Gemeinschaftswährung mit 1,0821 (1,0751) Dollar ermittelt worden.



Händler sprachen von hoher Unsicherheit am Markt vor dem am Wochenende ablaufenden Ultimatum des Uno-Chefwaffeninspektors Hans Blix an Irak zur Verschrottung seiner El-Samud-Raketen.

Der Uno-Sicherheitsrat wollte am Donnerstag erstmals über den von USA und Großbritannien eingebrachten Resolutionsentwurf beraten, der einen Krieg gegen Irak legitimieren soll. Die USA erwarten Medienberichten zufolge, dass sich die Kosten eines Kriegs auf bis zu 100 Mrd. Dollar belaufen könnten.

Im Mittelpunkt des Handelsgeschehens stand einmal mehr das Dollar/Yen-Geschäft. Die US-Währung fiel zum ersten Mal seit September 2002 bis auf 116,86 Yen, kletterte dann aber wieder auf Kurse um 117,55 Yen. "Es gibt viele Marktspekulationen darüber, ob die Bank von Japan interveniert. Daher konzentriert sich der Markt auf den Dollar/Yen-Handel", sagte Währungsstratege Ian Stannard von BNP Paribas.

Japan hatte Marktkreisen zufolge in dieser Woche bereits massiv Dollar gekauft, um den jüngsten Kursanstieg des Yen zur US-Währung zu bremsen. Die Regierung befürchtet bei einem starken Yen Nachteile für die japanische Exportwirtschaft im internationalen Handel. Einige hochrangige Vertreter des japanischen Finanzministeriums bekräftigten am Donnerstag, Japan sei zu Eingriffen am Devisenmarkt bereit.

Neben der weiteren Entwicklung des Irak-Konflikts dürften für den Markt im Tagesverlauf neue US-Konjunkturdaten von Bedeutung sein. Am Nachmittag wurden die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der Auftragseingang für langlebige Güter veröffentlicht. Weiter standen die Zahlen zum Absatz neuer Eigenheime zur Veröffentlichung an.

Mit einem Plus von 3,3 Prozent bei den Auftragseingängen für langlebige Güter in den USA lag der Wert deutlich über den Erwartungen der Analysten mit 1,3 Prozent. Der Anstieg bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf 417.000 lag indes ebenfalls über den Prognosen von 386.000. Die überraschend starke Beschleunigung des Geldmengenwachstums in der Euro-Zone hatte dagegen kaum Einfluss auf die Kurse.

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