Dominic Brenninkmeyer, 45, ist geschäftsführer der C&A Mode KG in Düsseldorf
Wie fühlt man sich eigentlich, ... Dominic Brenninkmeyer

... wenn man mit einer einzigen Rabattaktion ein Gesetz zum Kippen bringt?*

Merkwürdig - schließlich war es nie unser Ziel, das Gesetz zu verändern. Das war eher ein Nebeneffekt. Wir wollten unseren Kunden einen Rabatt im Zusammenhang mit der Einführung des Euros gewähren. Schließlich war dies die größte Währungsumstellung der Weltgeschichte - und wir haben sie als Grund gesehen, um eine Sonderveranstaltung zu starten.

Dass sich daraus die Diskussion über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) entwickelt hat, begrüßten wir. Es ist gut, wenn man einmal darüber nachdenkt, ob die Gesetze überhaupt noch zeitgemäß sind. Natürlich hat das UWG den Nutzen, für besseren Wettbewerb zu sorgen. Deshalb wollen wir auf keinen Fall, dass dieses Gesetz abgeschafft wird. Wir möchten nur, dass es mehr Freiheiten gibt für Sonderveranstaltungen.

Dass wir allerdings eine Strafe von 400 000 Euro zahlen sollen, finden wir nicht gerechtfertigt. Auch wenn unsere Rabattaktion damals sehr erfolgreich war und uns volle Läden beschert hat: Warum soll man bestraft werden, wenn man nichts Unrechtes getan hat? Wir sind deshalb vor den Bundesgerichtshof gegangen und warten nun das Urteil ab.

Die Frage stellte Stefanie Scharbau

*Dominic Brenninkmeyer löste mit seiner Aktion, Kartenzahlern zur Euro-Umstellung einen Rabatt von 20 % zu gewähren, Anfang 2002 eine heftige Debatte über das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) aus. Anfang dieses Monats hat das Bundeskabinett eine Novelle des UWG verabschiedet. Danach sollen das Verbot von Sonderveranstaltungen sowie die Regelungen für Schluss- und Jubiläumsverkäufe sowie Räumungsverkäufe entfallen.

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