Doping-Geständnis
IOC erkennt US-Staffel 400-m-Gold von Sydney ab

Das Dopinggeständnis von Antonio Pettigrew hat das IOC dazu veranlasst, der siegreichen Staffel der USA die Goldmedaille aus der 4x400-m-Staffel bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney zu entziehen.

Ausnahmesprinter Michael Johnson verliert nach dem Dopinggeständnis seines 4x400-m-Mitläufers Antonio Pettigrew eine seiner fünf Olympia-Goldmedaillen. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) beschloss am Samstag bei ihrer Sitzung in Peking die Disqualifikation Pettigrews von den Spielen 2000 in Sydney und damit die Aberkennung des Olympiasieges durch die US-Staffel. Auch seinen siebten Platz im Einzel-Wettbewerb ist Pettigrew los. Über die Neuvergabe soll aber erst im Herbst entschieden werden.

Pettigrew hatte jüngst im Prozess gegen seinen Ex-Trainer Trevor Graham Doping bis zurück ins Jahr 1997 gestanden, alle seine Ergebnisse wurden daraufhin durch die US-Anti-Doping-Agentur (Usada) rückwirkend bis einschließlich 1997 gestrichen.

Schon 2004 drohte dem US-Team der Goldverlust, als der im Vorlauf eingesetzte Jerome Young des Dopings überführt wurde. Doch damals hatte das im Finale eingesetzte Quartett mit Johnson, Pettigrew sowie Alvin und Calvin Harrison die Plaketten nach einem Urteil des Sportgerichtshofes CAS noch behalten dürfen.

Johnson kündigte Medaillen-Rückgabe bereits vorher an

200- und 400-m-Weltrekordler Johnson, der nach dem Geständnis von Pettigrew schon erklärt hatte, seine Medaille freiwillig zurückgeben zu wollen, ist heute der einzige nicht des Dopings überführte Athlet aus dem Team. Im Zuge des Balco-Skandals waren neben Young auch die Harrison-Zwillinge als Doper enttarnt worden, allerdings nicht für den Zeitpunkt der Sydney-Spiele.

© SID

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