Dopingverdacht um griechische Sprinter
Schwedische Leichtathleten drohen mit Boykott

Das schwedische Leichtathletik-Team hat einen Boykott der Wettkämpfe angedroht. Wenn die unter Dopingverdacht stehenden griechischen Sprinter antreten dürfen, bleiben die schwedischen Athleten den Spielen fern.

HB BERLIN. Das schwedische Leichtathletik-Team erwägt einen Verzicht auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen. Sollten die unter Dopingverdacht stehenden griechischen Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Starterlaubnis erhalten, würden die Schweden auf ihren Start verzichten. Das bestätigte Leichtathletik-Cheftrainer Ulf Karlsson der schwedischen Tageszeitung «Expressen». Allerdings geht der Coach davon aus, dass die beiden griechischen Idole gesperrt werden.

Kenteris und Thanou waren am Donnerstagabend nicht zu einer Dopingkontrolle erschienen und befinden sich derzeit in einem Athener Krankenhaus. Als Ursache für ihr Nichterscheinen gaben beide einen Motorradunfall an. Allerdings ist der angebliche Unfall in keinem Polizeibericht vermerkt. Am Montag findet die Anhörung vor dem IOC statt. Bereits am Samstag diskutierte das griechische NOK den Fall ihrer beiden Idole.

Unterdessen untermauerte Karlsson die Absicht seines Teams: «Es ist offensichtlich, dass es so viele Zufälle auf einmal nicht geben kann. Wir haben die beiden schon seit langem unter Verdacht.» Große Hoffnungen auf den Olympiasieg setzt Schweden in die Siebenkämpferin Carolina Klüft, den Dreispringer Christian Olsson und Hochspringer Stefan Holm.

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