Doppel-Chance bleibt
Kiefers Olympia-Traum findet bitteres Ende

Mit Nicolas Kiefer ist im Achtelfinale auch der letzte deutsche Starter aus dem Tennisturnier ausgeschieden. Die Enttäuschung bei dem 27-Jährigen sitzt tief. Da tröstet ihn auch nicht, dass er mit Andy Roddick und Titelverteidigerin Venus Williams prominente Leidensgenossen hat.

HB ATHEN. Ausgelaugt und völlig von der Rolle fand der Holzmindener am Mittwoch kein Mittel gegen den Russen Michail Juschni, verlor am Ende 2:6, 6:3, 2:6 und konnte damit das schlechteste Abschneiden der deutschen Herren im Einzel-Wettbewerb seit Atlanta 1996 nicht verhindern.

"Ich bin unendlich müde und fühle mich unheimlich schlapp", hatte der 27-Jährige schon tags zuvor nach seinem doppelten Einsatz gesagt. "Nicolas hat die Frische gefehlt; das hat man gesehen", meinte auch Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen. "Am Ende hat er Juschni wieder die Initiative überlassen." Nach dem bitteren Ende seines Olympia-Traums konnte sich der zutiefst enttäuschte "Olympia-Freak" am Abend rehabilitieren und mit einem Sieg im Doppel an der Seite des Korbachers Rainer Schüttler gegen die Israeli Jonathan Erlich/Andi Ram seine Hoffnung auf eine Medaille bewahren.

Die gerade erst überstandene Mittelohrentzündung forderte ihren Tribut. Tagelang war Kiefer von den Mannschafts-Ärzten behandelt worden und hatte sich zeitweise mächtig schlecht gefühlt. Gegen Juschni ging zunächst gar nichts. Der Aufschlag kam nicht und auch die Grundschläge gingen reihenweise daneben. Erst nach 21 Minuten schaffte der Niedersachse zum 1:4 den ersten Spielgewinn.

Nach dem Strohhalm greifend legte Kiefer vor dem zweiten Satz eine ausgedehnte Toilettenpause ein, wechselte das Trikot und versuchte dem Match eine Wende zu geben. Einen Satz schien er mit Raffinesse seinen olympischen Traum bewahren zu können. Doch das Break zum 2:4 im dritten Satz machte alles zunichte.

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