Doppelsieg für Norwegen: Herr springt aufs Treppchen

Doppelsieg für Norwegen
Herr springt aufs Treppchen

Alexander Herr hat beim Weltcup-Springen in Kuopio überraschend den dritten Platz belegt. Er konnte das anscheinend selber nicht fassen, denn erst schüttelte er ungläubig den Kopf. Doch dann jubelte Herr ausgelassen über das bislang beste Ergebnis seiner Karriere.

HB KUOPIO/FRANKFURT. Mit seinem dritten Platz bescherte der 25-Jährige aus Schonach-Rohrhardsberg den in dieser Saison arg gebeutelten deutschen Skispringern ein unverhofftes Erfolgserlebnis und sorgte zugleich für einen Silberstreif am Horizont. "Dieser Erfolg gibt mir eine innere Zufriedenheit. Daran könnte man sich gewöhnen", sagte Herr.

Mit 245,0 Punkten für Sprünge auf 124,5 und 123 Meter musste sich der Schwarzwälder lediglich den beiden Norwegern Björn Einar Romören (259,7/127,5+126,5) und Roar Ljökelsöy (252,6/125+124,4) geschlagen geben. Der Finne Janne Ahonen verteidigte dank eines vierten Platzes das Gelbe Trikot des Gesamt-Spitzenreiters. Sein Vorsprung auf Ljökelsöy beträgt vor den letzten beiden Wettbewerben am Freitag in Lillehammer und Sonntag in Oslo 142 Punkte.

Schon im ersten Durchgang hatte Herr den Grundstein zum bislang größten Erfolg gelegt. "Im Finale war ich dann relativ locker, auch wenn ich mit dem Sprung nicht ganz zufrieden war", berichtete er. Bundestrainer Wolfgang Steiert war die Erleichterung über das Spitzenergebnis anzusehen. "Alex hat sich super durchgekämpft", lobte der in dieser Saison viel kritisierte Coach. Schon am vergangenen Sonntag in Lahti hatte Herr mit Platz sechs seine Möglichkeiten angedeutet. "Ich hoffe, dass ich die Form für das Saisonfinale konservieren kann", sagte der Spätstarter, der im Auslauf sofort vom Teamkollegen Georg Späth beglückwünscht wurde.

Der Oberstdorfer kam mit der Schanze nicht ganz so gut zurecht, wurde als 10. mit Sprüngen auf 119 und 122 Meter aber den Erwartungen gerecht. Erneut nur Mittelmaß bot dagegen Martin Schmitt. Nach Sprüngen auf 115 und 119 Meter belegte der viermalige Weltmeister aus Furtwangen den 15. Rang. "Viel mehr ist momentan nicht drin. Ich hoffe, in den zwei letzten Saison-Wettbewerben besser abzuschneiden und einen versöhnlichen Abschluss zu haben", sagte Schmitt.

Missmutig verließ Michael Uhrmann die Anlage. Der Bayer verpatzte seinen Sprung im ersten Durchgang und schied mit 109,5 m als 33. vorzeitig aus. Damit verspielte der 25-Jährige wichtige Weltcup- Punkte und musste seinen Zimmerkollegen Späth in der Gesamtwertung als besten DSV-Springer auf Rang elf vorbei ziehen lassen. "Er war natürlich sauer nach diesem Sprung, denn er hat höhere Ansprüche", berichtete Co-Trainer Peter Rohwein.

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