"Doppelungen und mögliche Überlappungen"
Bei SAP-Töchtern drohen Entlassungen

Nach der Eingliederung ihrer US-Töchter SAP Markets und SAP Portals in den Mutterkonzern wird die Walldorfer SAP AG bei den betroffenen Geschäftsbereichen voraussichtlich Personal abbauen.

WiWo WALLDORF. In einer der WirtschaftsWoche vorliegenden internen E-Mail erklärt der am gestrigen Donnerstag neu in den SAP-Vorstand aufgerückte Ex-SAP-Portals-Chef Shai Agassi, er erwarte "Doppelungen und mögliche Überlappungen" bei verschiedenen Funktionen im Unternehmen. Zwar bemühe man sich um Ersatzjobs für die Betroffenen innerhalb der SAP AG, doch sei es "unmöglich, allen Mitarbeitern von Portals und Markets einen neuen Platz im Unternehmen zu garantieren".

Die ursprünglich eigenständigen US-Töchter waren erst im Januar angesichts unbefriedigender Geschäftsentwicklung unter Agassis Führung zu einer mehr als 1700 Mitarbeiter starken Einheit mit Niederlassungen in den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel und Singapur zusammengeführt worden. Mit ebenfalls unbefriedigendem Resultat: Im ersten Quartal verzeichnete der Bereich einen Rückgang beim Lizenzumsatz von immerhin 45 Prozent - den stärksten Einbruch aller SAP-Softwaresparten. Mit dem Ende der Eigenständigkeit des - intern als "SAP Mortals" (Todgeweihte) verballhornten - Bereichs bestätigen sich die bereits im Januar kursierenden Vermutungen über eine bevorstehende Reintegration der US-Ableger ins Mutterhaus .

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