Dortmund verkaufte sich insgesamt unter Wert
Ewerthon lässt BVB vom Viertelfinale träumen

Dank einer gelungenen Europacup-Premiere von Ewerthon darf Borussia Dortmund vom Viertelfinal-Einzug des Uefa-Pokals träumen. Der brasilianische Stürmer sorgte beim 1:1 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel beim französischen Vertreter OSC Lille mit dem Führungstreffer in der 67. Minute für das wichtige Auswärtstor, durch das sich die Westfalen eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag im eigenen Stadion schafften.

sid LILLE. Den Ausgleichstreffer für den Tabellenfünften der Premiere Division erzielte Salaheddine Bassir (72.).

Drei Tage vor dem "Gipfel" am Sonntag bei Verfolger Bayer Leverkusen demonstrierte der Bundesliga-Spitzenreiter vor 16 000 Zuschauern seine Auswärtsstärke. Schon im Mittelfeld erstickte die Mannschaft von Trainer Matthias Sammer das Aufbauspiel des Gegners im Keim, ohne jedoch aus den Ballgewinnen Kapital zu schlagen. Allzu harmlos präsentierte sich die Offensivabteilung der Borussia vor dem Seitenwechsel. Die rund 600 BVB-Fans mussten folglich bis zur 16. Minute auf einen allerdings harmlosen Torschuss von Ewerthon warten.

Die Franzosen versuchten in altbewährter Manier, mit Kontern aus einer massiven wie gut organisierten Abwehr zum Erfolg zu kommen. Einige Blackouts in der Dortmunder Defensive nutzte Lille zwischen der 23. und 26. Minute zu drei hochkarätigen Möglichkeiten durch Johnny Ecker, Dagui Orphie Bkari sowie Bassir.

"Wir leisten uns zu viele Ballverluste und haben den Gegner selbst stark gemacht", analysierte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc zur Halbzeitpause. Folglich zog BVB-Coach Sammer die Konsequenzen und brachte Otto Addo nach fast achtmonatiger Verletzungspause (Kreuzband-Operation) zum Einsatz. Der Ghanaer belebte das Angriffsspiel, Chancen der Borussia in der zweiten Halbzeit waren eine fast logische Konsequenz. Selbst nach dem Ausgleich hatten Addo sowie Ewerthon Chancen zur erneuten Führung, doch Lille hatte das Glück des Tüchtigen gepachtet.

Insgesamt verkaufte sich Dortmund, das ohne den rotgesperrten Tschechen Jan Koller sowie den nicht spielberechtigten Nationalspieler Sebastian Kehl auskommen musste, unter Wert. Mit aggressiverer Offensive wäre ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen.

Nationalspieler Christian Wörns und Torhüter Jens Lehmann, der vor Ewerthons Treffer mehrfach mit Glanzparaden rettete und Glück bei einem Pfostenschuss von Mile Sterjovski (61.) hatte, zählten zu den besten Borussen. Die diszipliniert und kompakt auftretenden Franzosen hatten in Ecker und Torschützen Bassir ihre besten Kräfte.

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